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bäudes. Ein Wiesweg führt uns von dein Hofe in wenigen Mi-nuten vor dasselbe und erstaunt stehen wir vor hohen gewaltigenMauern, die teilweise noch von Wall und Graben umgeben sind. Unserfreundlicher Führer belehrt uns, das sei das „W äs ch ers chl ö ßl e",in dem mächtige deutsche Kaiser, ehe sie ihre Burg auf den hohenBerg dort - er deutet auf den vor uns aufsteigenden majestäti-schen Hohenstaufen — baut, in uralten Zeiten gewohnt hätten. Dar-auf öffnet er mit einem altertümlichen Schlüssel das auf der Ostseitegelegene schmale und und niedrige Thor und wir stehen, wie derAnschein zeigt, im ehmaligen Burghof, der aber jetzt mit einerdicken Schichte von Mauerschutt bedeckt^), von Unkraut über-wuchert und nur von einigen Waldbäumen beschattet ist. Derselbe istnoch von etwa 6 Meter hohen, aus fast 2 Meter dicken Buckel-quadern von Sandstein ausgeführten Mauern so eingeschlossen, daßer die Gestalt eines Parallel-Trapezes hat, dessen kürzere Parallel-Seite, in welcher das Thor liegt, etwa 9 Meter, die längere circa24 Meter lang ist, während die senkrechte Entfernung beider etwa12 Meter beträgt. Auf der inneren Seite dieser Ringmauer desBurghofes gewahrt man deutliche Anzeichen, daß sich in diesemehedem mehrere kleine niedrige aus Holz aufgeführte Gebäude be-fanden, welche bei einem Brande zu Grunde gingen, auch einzelneSteine, die zu einem rundbogigen Fries gehörten, was auf einenälteren Bau hinweist. So ist auch der niedrige spitzbogige Ein-gang, wie man an den Steinen desselben sieht, nicht vondein ältesten Bau, welchem das übrige Mauerwerk offenbar an-gehört. Die schief laufenden Seiten der Ringmauer des Burg-hofes schließen sich an die schmalen Seiten des sehr stattlichen ob-longen Hauptgebäudes der ehmaligen Burg an, welches etwa10 Meter tief, 24 Meter lang und in einer Höhe von 6 Meter nocherhalten ist. Die dem Burghof zugekehrte also innere Langseitezeigt einen Einbau von starkem Eichenholz; in derselben liegt auchder Eingang, zu welchem eine Freitreppe führt. Das Mauerwerkder äußeren Langseite und der beiden Schmalseiten ist beschaffen
*) Man gewahrt nämlich in der Mauer ein rundes Schießloch, welchesjetzt nur wenig über dem Boden des Burghofes liegt, was auch bei einer Vor-richtung zur ehmaligen Zugbrücke der Fall ist (s. unten).