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Der Urstamm der Hohenzollern und seine Verzeigungen
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Gemahls ist uns nur sehr wenig überliefert. Sie hatte ihrenWohnsitz in der Burg auf dem Berge „Twiel", wo die beidenEhegatten ein Mönchskloster gestiftet (f. oben S. 133), zeit-weise war sie jedoch auch in ihrer Heimat Baiern >°°). ImÜbrigen wird man annehmen dürfen, daß sie häusig und oft längereZeit allein, d. i. ohne ihren Gemahl, den insbesondere seineStellung als dem Kaiser befreundeten Reichsfürsten von der Hei-mat ferne hielt, auf dem einsamen Bergschlosse gesessen. Dasoll sich nun bei Had ewig als eine ihr näher stehende Persön-lichkeit Mechthilde, die Tochter Luitolds, des vormaligenHerzogs von Schwaben, und der Ida, Stiefschwester ihresGemahls, befunden haben ^°). Zu ihrer Umgebung gehörtenneben den üblichen Hofbeamten (dem Kämmerer w.) auch einigeKapellane, endlich dienende Frauen und das sonstige niedereGesinde.

Wie man aus dem Leben derselben im Witwenstande (s. unten)schließen darf, muß sie schon zu ihres Gemahls Lebzeiten Sinnund Interesse für gelehrte Studien und Bücher gehabt^), auch sichnach Zeit und Umständen mit solchen beschäftigt haben. Kenntman doch gerade in den mit ihr verwandten Kreisen der höchstenAristokratie ihrer Zeit gelehrte Frauen, wie die Kaiserinnen Adel-heid und Theophano (Gemahlinnen von Otto I. und Otto II.),zu welchen u. a. noch die Gandersheimer Äbtissin Gerberga,Otto's I. Nichte, kommt.

Dabei fehlt es andererseits nicht an Nachweisen davon, daßHad ewig zur Zeit, da ihr Gemahl noch lebte aber gerade fernvon seinem Herzogtum weilte, energisch und herrschsüchtig wie siegleich ihrer Mutter Judith (s. Anm. 193) war, hie und da alsStellvertreterin desselben aufgetreten ist. Hierzu gaben ihr u. a.die beiden nicht weit von: Hohentwiel gelegenen berühmten KlösterReichenau und- St. Gallen Anlaß. In denselben waren na-mentlich unter dem laxen Regiment der Äbte Ekkehard und

Nach Ekkehard IV. a. a. O. S. 345 soll Had ewig dem St. GallerKlosterschiiler Burkard, auf den wir unten zurückkommen werden, bei sei-nem Abgange von dem Hohentwiel den Horaz und andere Bücher geschenkthaben.