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Der Urstamm der Hohenzollern und seine Verzeigungen
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Auch für das Kloster Reichenau hatte sich Burkard imJahr 965 zu Worms bei Kaiser Otto I. in der Richtung ver-wendet, daß dieser demselben nicht nur alle von früheren Kaisernerhaltenen Freiheiten und Schenkungen bestätigte, sondern auch ausdem königlichen Kammergut einige Vergabungen hinzufügteEr selbst aber beschenkte'Reichen au mit Gütern, Gilten, Zinsenund Rechten in sehr vielen Ortschaften Alamanniens, welche teilsin dem Landstrich liegen, der nördlich an den ehmaligen Klettgau,darin die Vurkardingischen Orte Schaff Hausen, Hall au u.a.,stoßt, teils zu der Bar im engeren Sinne gehörten, die an denHegau und Scherragau grenzt, endlich in den Strichen um dieDonau zwischen Riedlingen und Ulm liegen und vordem meistim Besitz des Hauses der gestürzten alamannischen Volksherzogewaren *).

Herzog Burkar ds II. ordentlicher Familiensitz war allemnach die ausnehmend feste Burg auf dem Hohentw i el ^), dembedeutendsten der Hegauer Berge. Er war, wie wir wissen, eingroßer Freund der Klöster; dabei fehlt es nicht an Beispielen da-von, daß reiche und mächtige Dynasten innerhalb ihrer Burg oderdoch in unmittelbarer Nähe derselben ein Kloster gestiftet habenwie denn solche Geschlechter es als Ehrensache zu betrachten pfleg-ten, ein Familienkloster zu besitzen. In Zeiten wie die des 10. Jahrh.und noch im späteren Mittelalter empfahl sich solche Lage einesKlosters des Schutzes und der Sicherheit halb ganz besonders.

So gründeten denn auch unser Herzog Burkard II. undseine Gemahlin Had ewig, da sie keinen Leibeserben hatten undzu solchem Christus einsetzten, an ihrem Burgsitz ein der hl. Maria,den Märtyrern St. Georg und St. Cyrillus geweihtes Manns-Kloster, welches wegen mangelnden Raumes zwar keinen großenUmfang, aber schöne und mit allein gut ausgestattete Wohnräumeder Mönche hatte, von ihnen auch mit Gütern, welche zum Teil

Siehe hierüber mehr in Anm, 6i).

**) Wird in den ältesten Zeiten blos Twiel genannt, wie Hohenzollernblos Zollern.

»*») So wurde das fränkische Benediktiner-Kloster Banz am Main im11. Jahrh. in der gleichnamigen Burg, das Frauenkloster Stetten im 13.unter dem Schutze der Zollerburg erbaut.