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baren Hochebene, welche sich zwischen der waldigen Berglandschaftdes Rotenbergs (Rammerts) und dem Starzelthale aus-breitet, und zwar ganz nahe rechts über letzterem. In nächsterNähe des Orts in gleichem Plan mit diesem steht das Schloß,in welchem vom 14. bis 18. Jahrh. eine Linie der Herren vonOw, die solches im Jahr 1558 auch „renovirt" hat*), ihrenSitz gehabt, das aber nebst dem dazu gehörigen Rittergut 1821 vonder Gemeinde H. erworben worden und nun als Rathaus dient.
Da man nun aber bei dem „H urnin gen", jetzt Hirr-lingen, nach welchem in der ersten Hälfte des 12. Jahrh.Grafen des Sttlichgau's benannt wurden, an einen Burgsitz der-selben dieses Namens zu denken hat, so muß schon damals dortenein Schloß gewesen sein, welches ohne Zweifel an dem Platze desjetzigen stand, denn die festen Edelsitze der Grafen und Dynastenlagen im früheren Mittelalter nicht selten im platten Lande oderin Thälern**), auch hat dasselbe eine namhaft größere Ausdeh-nung als die gewöhnlichen Burgsitze des ritterschaftlichen Adelsim Mittelalter, zeichnet sich endlich durch seine eigentümliche Be-festigung aus. Es war als ganz in der Ebene, nah und fernvon keiner Anhöhe überragt, gelegen, nämlich ehedem von allenSeiten von einem Weiher umgeben, welcher von unterirdischenQuellen und dahin geleiteten Bächen gespeist wird und sich nochheute teilweise erhalten hat. Diesseits dieses Weihers, aus demsich die innere, nach Außen mit Strebepfeilern versehene Ring-mauer (s. unten) erhebt, lief die zum Teil noch erhaltene äußereRingmauer von entsprechender Höhe. In dieser befand sich daserste, ohne Zweifel von einem Türm überragte Thor, durch welchesmau auf die Zugbrücke gelangte, welche, über den Weiher als
*) Dies besagt eine Inschrift über dem Portal.
**) Erst später, im 11. und 12. Jahrh., kam, wohl der Sicherheit wegen,allgemein der Brauch auf, in Hochdurgen zu wohnen. So saßen noch im 11.Jahrh. die nachmaligen Grafen von Achalm-Urach in dem Dorfe Det-tingen im Ermsthale, die nach der Burg Hohen- (Alt-)Hewen benanntenDynasten vorher in ihrem festen Städtchen Engen, die freien Herren vonWartenberg in dem nahen Ort Geisingen an der obersten Donau,und noch in der ersten Hälfte des 12. Jahrh. saß ein Graf von Zollernin dem bescheidenen Dörfchen Zimmern am Fuße des Berges, darauf dieStammburg seines Hauses stand.
Schmid, die älteste Geschichte der Hohenzollcr». I. 6