Druckschrift 
Der Urstamm der Hohenzollern und seine Verzeigungen
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

78

sowie der dazu gehörigen Grafschaften (Herrschaften), somithierin als Amts- und Besitznachfolger auch desHausesderGrafenvonOrtenberg-Hürningen(Hirr-l i n g e n).

Nimmt man noch hinzu, daß, wie wir oben des Näherenausgeführt, von den beiden ältesten historisch beglaubigten Ahn-herren des Hauses Zollern der ältere, welchem in einer durch-aus zuverläßigen Aufzeichnung ausdrücklich der Titel Graf (»comes«)beigelegt wird, den alten Stamm-Namen Burla rd geführt, derjüngere dagegen in der Taufe dm Namen Werner (Wezel)erhalten hat, daß dieser ihrem Geschlechte bis dahin ganz fremdgewesen, neben Adelbert nur hundert Jahre und ausschließlichin der alten Haigerlocher Linie vorkommt, nachher aber völligaus der hohenzollerischen Stammtafel verschwindet, während derandere Stamm-Name Adelbert in die Hohenbergische Linie,die Erbin der Haigerlocher, übergegangen, und erwägt, daß nachvielen Analogien derartige einem Geschlechte sonst fremde Tauf-namen in der Regel von dem mütterlichen Großvater herrühren,so ist man vollkommen berechtigt, anzunehmen, daß Adelbert,der Vater der zwei ältesten nach Zollern benanntenAhnherren Burkard I. und Wezel I. (ß 1061)^), miteiner Tochter des mehrgenaunteu Grafen Wernervon Ortenberg, welche, wenn sie den Namen ihrerMutter erhalten, Himeltrut hieß, vermählt ge-wesen, und daß dadurch die Grafschaften Haiger-loch und Rotenburg (Hürningen) zu der alten St amm-grafschaft über den Scherragau und zu der über dieHattinhuntare ^), darin die Zollerburg, erworbenworden.

Jenen Namen führte derselbe höchst wahrscheinlich.

**) Wie diese an die Ahnen der Zollern gekommen, werde» wir im erstenAbschnitt des zweiten Teils nachweisen.