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Der Urstamm der Hohenzollern und seine Verzeigungen
Entstehung
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Dieser Graf Werner gründete mit seiner Gemahlin Himel-trut um das Jahr 1000 in den Vogesen, im Hintergrunde desScheer- (Weiler-)thals, zwei Kilometer uon Weiler entfernt,ganz in der Nähe von dem Dorfe St. Martin auf der Stelleeines ihm gehörigen Dinghofes zu Ehren des Erzengels St. Michaelund aller Himmelsfürsten das Benediktiner Kloster Hugeshofen(HuSoais curia, französisch Hcmcourt'ch, eine Stiftung, welchefür uns von besonderem Interesse ist.

Aus den von dem Stifter selbst, dessen Familie und Nach-kommen an dasselbe gemachten Vergabungen lernen wir nämlichden Besitzstand, so auch die Heimat des nach Ortenberg be-nannten Grafenhauses und dieses selbst und mehrere Glieder des-selben kennen, daher wir auf diese Ortenbergische Stiftung etwasnäher eingehen müssen **). Die erste Ausstattung durch denGrafen Werner selbst bestand in dem Dinghof, dem Ort,da vordem das gräfliche bez. grundherrliche Gericht abgehaltenworden und an dessen Stelle das Kloster erbaut worden, mit derdortigen Kirche, den dazu gehörigen Leibeigenen beiderlei Geschlechts,dem umliegenden Grund und Boden (Feldern, Wiesen, Wäldern),ferner in dem Fischwasser der Scheer bis Breitenbach, dem

Grafen von Hab sburg ausgegeben. Es gab allerdings einen Gr. v. H.des Namens Werner, welcher aber erst 1096 gestorben und der Vater jenesGr. Adalbert v. H. ist, welcher laut Urkunde des K. Friedrichs I. von 1162mit Junta vom Geschlechte der Ortenberg-Hurninger vermählt war und1140 (1141) starb. S. Roepel, die Grafen von Habsburg S. 81.

*) Kolb, ehmaliger großh. bad. Archivrat, läßt in f. hist. stat. top.Lexikon von Baden den Stifter von Hugeshofen irrig auf dein ehmaligenSchlosse Ortenberg bei Ofsenburg gewohnt haben. — Von demältesten Bau des Klosters ist nichts mehr vorhanden, und auch an die Stelleder 1186 begonnenen Kapelle, eines Rundbaüs mit 10 Säulen und viereckigemChor, trat 1782 ein zopfiger, jetzt auch sehr beschädigter Neubau, nachdem dasganz herabgekommene Kloster 1616 dem Stift Andlau einverleibt worden.

*5) Eine Stiftungsurkunde ist nicht auf uns gekommen, dagegen findetsich ein ohne Zweifel von dem Kloster auf Grund von alten Aufzeichnungenund Überlieferungen verfaßter Bericht der Urkunde des K. Friedrich I. von1162, mit welcher dieser die Rechte und Besitzungen des Klosters H. bestätigthat (f. die Anm. 66), eingefügt, welche wir wie die päpstlichen Bullen von1120 und 1135 (abgedruckt bei Würdtwein nova sudsiäia, äixlom. Bd. 7)benützt haben.