d) vier unter einem Dache vereinigte Magazine, von 120 Fuss Länge und40 Fuss Tiefe. Dieselben dienen zur Aufbewahrung von Chemikalien.Farbwaaren und anderen Rohstoffen.
Vor der unter c) erwähnten Werkstätte befinden sich noch zweikleinere Bauten, mit einer Gesannntgrundfläche von 2400 Quadratfuss,und zwar:
e) die Werkstätte für Mechaniker, Kupferschmiede, Blecharbeiter etc., und
f) das Wohnhaus und Arbeitslocal des Maschinenmeisters.
Die Werkstätten sind mit ausgezeichneten Bohrmaschinen (Shapings), Drehbänken,Hobelmaschinen und anderen, die Arbeit der beschäftigten Handwerker förderndenHülfsmaschinen ausgestattet.
In dem Complex der Fabrik sind 400 männliche und weibliche Arbeiterbeschäftigt. Das Interesse derselben für ihre Arbeit nnd somit auch für das Geschäftwird von Seiten der Eigenthümer durch Gewährung von Tantiemen, durch freieWohnung oder andere Begünstigungen rege gehalten.
Die Fabrik besitzt eine eigene Gasanstalt, deren Einrichtung zugleich dieErleuchtung der Stadt Penig gestattet und von dieser auch benutzt wird.
Der Bezug der für den Betrieb der Fabrik, sowie der Gasanstalt erforderlichenKohlen ist durch die vorhandene Eisenbahn-Verbindung mit dem Zwickauer Kohlen-revier sehr begünstigt. Der Bau einer Bahn nach Leipzig ist im Werk und wirdin nicht langer Zeit vollendet sein.
Zur näheren Beurtheilung der oben erwähnten Riesen-Papiermaschine lassenwir in wortgetreuer Uebersetzung folgen, was eine Autorität in dem englischenFachblatt ,,Macniven & Cameron's paper trade review" in der Nummer vom1. Juni 1863 über den von Bertram & Sohn durch dieselbe begründeten grossenFortschritt sagt:
„Die grosse und rasch sich steigernde Nachfrage nach Papier, und besondersnach Druckpapier, hat das Bedürfniss nach verbesserten und schnelleren Herstellungs-mitteln auf Seiten der Fabrikanten hervorgerufen und ihre Anforderungen müssenuns einen hohen Begriff von der Kunst der Maschinenbauer geben.
Bisher scheinen der Einführung umfangreicherer Maschinen Hindernisse ent-gegengestanden zu haben, theils vielleicht in Folge von Vorurtheilen, theils wegenmechanischer Schwierigkeiten bei der Construction; aber da die Vorurtheile derPapierfabrikanten allmälig schwinden und sie anfangen, die Bedeutung der Oekonomiegrosser Maschinen einzusehen, so werden die mechanischen Schwierigkeiten gewissbesiegt werden, wenn sie anders nicht bereits schon überwunden sind.
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