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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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Im Parterre dieses Raumes sind aufgestellt:

Eine aus der gräflich Stolberg'schen Maschinenbauanstalt zu Magdeburg hervor-gegangene sogenannte Wolf sehe Zwillings-Dampfmaschine von 100 Pferdekraft, undin einem anstossenden Räume zwei von Piedbeuf in Aachen gebaute Röhrenkessel,jeder zu 65 Pferdekraft. In einem dritten Räume befindet sich eine Emaillir - Werkstätte.

Die beiden obern Stockwerke des Gebäudes, aus denen zur Erleichterung desVerkehrs Gallerien (Brücken) zu dem Haupt-Fabrikgebäude führen, enthalten dasOomptoir der Werkführer, ein Laboratorium und die Leimküche.

Ausser der vorstehend gedachten Dampfmaschine und den fünf Kesseln sind anMotoren noch vorhanden:

Vier Turbinen, die sich in einer Steigung von 25, 50, 100 und 150 Pferdekraftfolgen. Die Turbinen sind im Mühlgraben zwischen den beiden Hauptgebäuden, diekleinere in unmittelbarer Nähe des Büttenraumes, die drei grösseren dagegen längsder Hadernkocherei und des Halbzeuglocals aufgestellt und ihr Bau durch mächtigeSteinpfeiler und zweckmässige Eisenconstructionen geschützt. Sie sind alle in derschon erwähnten gräflich Stolberg'schen Maschinenfabrik nach einem deren Director,0. Haenel, patentirten System construirt und leisten Vorzügliches. Bei Mittelwasserconsumiren sie zusammen per Secunde 480 Cubikfuss Wasser und ihre Kraft reichtfür den Betrieb sämmtlicher Maschinen, mit Ausnahme des durch Dampfkraftbewegten zweiten Patent-Holländers, unter Absatz 8, aus.

In denjenigen Fabrikräumen, welche Beschädigungen von Wasser oder Dämpfenunterliegen, sind fast alle Holztheile durch Eisen ersetzt; namentlich ist dies in derHadernkocherei und dem Halbzeuglocal der Fall. Zur Aufrechterhaltung der Reinlich-keit, sowie für Luftverbesserung sind überall vortreffliche Einrichtungen geschaffen.

Begeben wir uns nun in den Hof der Anlage zurück, um noch die Eingangserwähnten Nebengebäulic-hkeiten mit einem flüchtigen Blicke zu durchstreifen. Wirsehen zunächst dem Hofthor:

a) Das Wohnhaus des Kastellans, verbunden mit einem Schuppen. Beidezusammen bedecken eine Grundfläche von circa 2700 Quadratfuss.

Es folgen, mit der Rückseite sämmtlich die Grenzlinie des Hofeseinhaltend:

b) Das Wohnhaus des Directors, zugleich eingerichtet für Comptoir und Klein-verkauf, nebst Blumengarten, mit einem Flächeninhalt von 6000 Q.-Fuss;

c) Mit einer Frontlänge von 100 Fuss und 20 Fuss Tiefe die Werkstatt fürZimmerleute, Schreiner und Werkschmiede, und am fernsten Ende desHofes, dem Eingangsthor gegenüber: