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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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verbunden und mittels Schrauben an das Gebälk angeschraubt sind; sämmtliche

Fugen, so wie auch alle Stellen, wo die Hölzer aufeinander liegen, sind vorher mit

Oelfarbe satt angestrichen worden, so wie auch nach Vollendung des Baues sämmtliches

.

Holzwerk zum Schutz gegen die Feuchtigkeit mit Oelfarbe angestrichen wurde.

Das Waschwasser aus den Holländern, so wie alles Wässer, welches die Boden-rinnen aufnehmen, wird durch kupferne Röhren in die Säulen geleitet, durch diees abfliessen kann. Da sich in dem Waschwasser der Holländer noch viele Fasernbefinden, so wird dasselbe aus den Säulen durch Bleiröhren in Kästen geführt, inwelchen sich ein Zeugfänger befindet. Dieser besteht aus eiuem gewöhnlichenSchöpfrad mit hohler Achse, durch welche das bei der Umdrehung des Rades vonden schneckenförmig gebogenen Schaufeln aufgefasste Wasser abläuft; um die Fasernabzusondern, ist diese Wassertrommel mit einem feinen Metalltuch überzogen, anwelches sich die Fasern anhängen und bei der Umdrehung der Trommel von einemStreifbrett abgestrichen werden.

Der Boden des unteren Holländerraumes ist ganz mit steinernen Platten belegt,die für den Abzug des Wassers das nöthige Gefälle haben, um dasselbe nach demunterirdisch durch den Bau führenden geräumigen Kanal zu leiten.

An den mittleren vier Säulen sind Blechträger befestigt, die den ebenfalls vonBlech construirten Bleichholländer und den dazu gehörigen Arbeitsboden tragen.

Der Bleichholländer ist in eine solche Höhe gestellt, dass die Halbzeugholländersich rasch in denselben entleeren können und dennoch genügendes Gefälle übrig bleibt,um den gebleichten Halbzeug nach den verschiedenen Setzkästen zu leiten. Esführt je eine Hauptröhre nach einer der drei Seiten des Saales, an denen die Setz-kästen stehen, und längs derselben wird der Halbzeug in einer offenen hölzernenRinne nach den verschiedenen Abtheilungen derselben geleitet; zu diesem Behufebefindet sich bei jeder Abtheilung eine Oeffnung in der Seitenwand der Rinne, diemittels eines hölzernen Schiebers geschlossen ist. Wird nun dieser Schieber heraus-gezogen und quer an die Hauptrinne hinter der Seitenöffnung eingesteckt, so wirdder Halbzeug der betreffenden Abtheilung den Setzkästen zugewiesen. Da bei dieserAnordnung sämmtliche Röhren ganz frei liegen, so können dieselben immer sehrrein gehalten und alle Schadhaftigkeiten leicht ausgebessert werden.

Die an den Winden des unteren Raumes befindlichen Setzkästen sind theilweisevon Holz, theilweise von Stein construirt, und müssen dem Druck der Flüssigkeit,die sich bis zu neun Schuh Höhe darin ansammelt, genügend widerstehen können.Der steinerne Boden derselben ist mit einem zweiten hölzernen belegt; durch die feinenLöcher, die in denselben gebohrt sind, sickert das Wasser langsam durch und läuft