wie daheim, wo jedes Kind ihm mit freundlichem Auge begegnete, wo jedes FleckchenErde ihn an die Tage seiner Kindheit erinnerte. Dort war seine Anwesenheitselbst eine Nothwendigkeit, denn zum „Vater Flinsch" kam ein Jeder, der vonirgend einer Sorge des Lebens bedroht wurde, und deshalb durfte er seine „Kinder"nicht verlassen.
Durch das Vertrauen der Regierung war er mit dem Amte eines Schiedsrichtersbekleidet, und wohl selten dürfte ein Mann in dieser Eigenschaft mehr zum Wohleder Menschen beigetragen haben als er. Er war in Wahrheit der milde, reineApostel des Friedens, der jeden Streit ausglich, der die im Zorn Irrenden beschämte,und da, wo Zwietracht die Gemüther trennte, die Versöhnung mit beredten Wortenherzustellen wusste.
Mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln leistete er den Eltern hei derErziehung der Jugend gerne Beistand. Die Verbesserung des Unterrichts ruhtefürsorglich in seinen Händen, und Fleiss und Ordnungssinn gelangten durch seinBeispiel und seine Aufmunterung zur schönsten Bliithe. Grosses leistete er zumWohle der Jugend als Mitglied des Schul Vorstandes, und es gaben seine Einsichtund seine Milde bei vorkommenden Differenzen stets den Ausschlag zum Besten.Zu Gunsten des Armen-Verpflegungshauses von Blankenberg setzte er ein bedeu-tendes Capital aus, durch welches die ursprünglich beschränkten Räumlichkeitenin grösserem Massstabe aufgebaut und zweckmässig eingerichtet werden konnten.
Sq nahm ihn, noch im vollen Wirken seines edlen Herzens, der Herr überLehen und Tod am 30. December 1857 von dem Schauplatze seines segensreichenWirkens hinweg. Die Liebe und Trauer einer ganzen Gemeinde schaarte sichum sein Grab und brachte in Thränen den Zoll tiefgefühlter Dankbarkeit. Abersein Scheiden rief Allen, die um ihn klagten, den Spruch wieder ins Gedächtniss,der sie zugleich tröstete:
„Selig sind die in dem Herrn sterben, denn ihre Werke folgen ihnen nach!"
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