gliedern adeliger Häuser, welche entweder an den Stammgüternkeinen ausreichenden Antheil besaßen, oder sonst Freude am Hof-lebeu und Ritterdienst in einer fürstlichen Gefolgschaft oder ander Uebernahme einer Beamtung als Landrichter, Viosclomim u. dgl.hatten, nicht selten vorkam"'). Ohne das Vorhandensein einessolchen Abhängigkeits- oder Dienstverhältnisses hätten nämlich dieHerzoge nicht in einer solchen Weise über die Person dieses Diet-rich ohne dessen freie Einwilligung und Zustimmung verfügenkönnen, wie es in der Urk. Nr.52. u. 1253 geschehen ist"'). Daßaber ein solches Dienstverhältniß des Oistvious cle Lollöu-skoin wirklich bestand, ergibt sich aus einer anderen Urkunde,Nr. 87. u. 1266, welche des Zusammenhanges wegen sogleich hieranschließend besprochen werden soll.
8) Urk- Nr. 87. ->- k2<>» (V, p. 214). Uietrivus viovd,»minus.
Unverkennbar ist es dieser selbe Dietrich von Schön-stein, welcher uns noch einmal als Zeuge in einer Urknnde desHerzogs Ludwig (Urk. Nr. 87) cl. ä. München 22. Febr. 1266,der Stiftungsurkunde des Klosters Fürstenfeld, begegnet (V, p. 214).Er heißt daselbst kurzweg: „Distvious Huouclum viooclo-minus, und erscheint daselbst neben dem (damals also activem)viooclo minus Lbsrüarclus""), unmittelbar nach den höchst-gestellten Personen, wie des Herzogs Oheim, Konrad (König vonJerusalem und Stellten und Herzog von Schwaben), den Grafenvon Görz und von Hirschberg, dem herzoglichen ProtonotarAlbertus, xvusxosikus (d. h. Klostervogt, Probst)"''), vonJllenMünster. Nach ihm werden noch mehrere Herren aus denersten bayerischen Familien genannt, wie F. von Truhendingen,
94) Siehe oben Abschn. I. S. 36. 61.
95) Vergl. die Ausführungen unter Ziffer 1, oben S. 72.
36) Vermuthlich gehört auch dieser Eberhard zu dem Hause derStniner, in welchem das Vizthmn-Amt damals gleichsam erblich war.
97) Dieser Albertus, auf welchen auch das nachfolgende Prädikat„viri uoditss" sich bezieht, möchte wohl kein anderer gewesen sein, alsjener Albertus von Schön st ein, welcher in der Urk. Nr. 34. a. 1242als Index do LtrudiuASn erscheint (siehe oben Ziffer 6), und seitdemzum krotonotarius und Klostervogt von Jllenmünster befördert wurde.