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sondere aber kann dann kein Zweifel darüber obwalten, daß durchdas Prädikat „vobilis, nobilis vii-, edeler man" u. dgl. derHerrenstand angezeigt werden soll, wenn im scharfen Gegensatze zuden damit bezeichneten Personen die Dienstleute oder die Ritterund Rittermäßigen als davon unterschiedene Klassen aufgezähltwerden. Dies geschieht z. B. in dem Bündniß des Herzogs Lud-wig mit dem Kaiser Otto IV. (Urk. Nr. 4. u. 1212. V. x. 12),welche Urkunde zugleich deutlich zeigt, daß im Anfang des XIII.Jahrhunderts unter „Xobilss" überhaupt nur Grafeu undihnen gleich geachtete freie Herren verstanden wurden, daher dennauch diese Urkunde hinsichtlichtlich der darin als Xodilss aufge-führten Geschlechter von entscheidender Bedeutung ist. Hier heißtes: „llaravsrank. . . pro so (cluss) claoclsoiin snbssi'iptinobilos... Lnnt, untsin bi nobilss: Uapolo, ooinss paln-tinns Lavamas ^), oovoss üninrions cls Ortsabarsli, oomsscls Nossbsro^b) eovass Xalbob.UZ^''), lluinrious cis Uu-picls, Llrnoavaclus cls Horbaoli, ooinss bllzörlrg.rclws clsOornbsvoli, Ilsivvisns cls Uanclsslcs, Unpa» cls Usn-Ainvslk, Xlraranns cls Halss, somss cls Vulu'i, oovassLigboto äs Xivsvburö. Uostinoclurn stiam ... iuravsrantgnicluni st acllrvs zni-ubnnt clnoässini snbsoripti iniuists-viulss" (folgen die Namen)'^).
Sehr deutlich tritt auch die Bedeutung von „edeler mann"als Prädikat des Grafen- und Herrenstandes im Gegensatzdes Standes der Dienstmannen und anderer niederer Adels-klassen in dem von den Herzogen Otto, Rudolph und Stephanerrichteten Landfrieden u. 1300 H. 49 (Urk. Nr. 217 VI. x. 119),hervor, worin von der Bestrafung der Heimsuchung gehandeltwird. Die Höhe der Strafe richtet sich hier nach dem Stande desBeklagten und eben mit dieser in ihrer Art einzigen — den
24) War auch ein Graf von Ortenburg, Herr von Krayburg undvon Rotal. Vgl. V. x. 12. Note 1.
25) Graf Konrad von Mosburg, idiä. Note 3.
26) Graf zu Hirschberg, ibeä. Note 4.
27) Vgl. auch Beil. H. Urk. Nr. 3. 66. 87. 146. 162. 165. 207.