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11. Hoch Wohl Geborne, Hochedel GeborneHochgelehrte Herrn,
Insonders Hochzuverehrende HerrnVornehme Gönner.
Ew. Hoch Wohl- und Hochedel-Geb. liahe ich hierdurchmelden wollen, dass ich im vorigen sowohl als auch diesemJahre bey den ausgeschriebenen (Jontributionen als Bürgerbetrachtet wurde, und die mir in dieser Absicht zuer-kannten Gelder bey Strafe rnilitairischer Execution würklicherlegen muste. Da ich mich nun gegen dergleichen ver-driessliche Vorfälle nicht in Sicherheit stellen kann, wofernEw. Hoch Wohl- und Hochedelgeb. nicht desfalls die ge-hörige Verfügung machen (zumahl ich in Ansehung meinerFrau einmahl zugehörigen Immobilium immer l.eyden mussund dieserwegen als Bürger angesehen werde), so ergehetan Ew. HochWohl- und Hochedelgeb. hiermit meine ge-horsamste Bitte, es so einzurichten, dass ich in's künftigebey den Contributionen als Kirchen-Bedienter angesehenwerde, und als solcher nicht mehr zu conferiren brauche.
Ich nehme mir zu gleicher Zeit die Freyheit, Ew.HochWohl- und Hochedelgeb. um Zulage meines Gehaltsgehorsamst zu ersuchen.
Schon bey dem Antritt meines Amts gab mir der ver-storbene Herr Präsident Schäfer im Namen eines Wohl-löblichen Kirchen - Collegii die Versicherung, wenn sichirgend die Kirchen-Umstände verbesserten, darauf bedachtzu seyn. Diese mir seit 15 Jahren gegebene Versicherungsammt den itzigen sehr schlechten Zeiten und der täglichzunehmenden TheueniDg bewegen mich jetzt, Ew. HochWohl- und Hochedel-Geb. deshalb gehorsamst anzugehen.