Druckschrift 
2 (1868)
Seite
92
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Haupt-Material für den Gang einer so merkwürdigenKünstler-Laufbahn erkennen muss.

Während von den Werken seines grossen Vaters einnicht geringer Theil als verloren gegangen zu betrachtenist, während man von einer grossen Menge anderer Ar-beiten desselben weder die Zeit noch den Ort ihrer Ent-stehung kennt, während daher seine Lebens- und künst-lerische Entwickelung nach dieser Seite hin selbst dermühsamsten Forschung zahlreiche und schwer auszufül-lende Lücken übrig lässt, liegt hier der gesummte künst-lerische Inhalt einer mehr als fünfzigjährigen Thätigkeitwohlgeordnet, wie ein aufgeschlagenes Buch vor dem be-trachtenden Blicke ausgebreitet.

Möge man daher über manche der näheren Lebens-umstände C. Ph. Emanuel's wenig unterrichtet sein undmag der persönliche Antheil, den jeder aufrichtige Freundgrosser und edler Naturen so gern an deren Schicksalenund Erlebnissen nehmen möchte, hier in geringerem MaasseBefriedigung finden, als bei den grossen Künstlern einerspäteren Zeitperiode: so liegt doch Emanuel ßach'skünstlerische Entwicklung in einer Klarheit und Abrundungvor, wie dies nur bei wenigen Tonkünstlern aus der älterenZeit der Fall ist.

Sein Nachlass-Katalog weist fast alle seine Arbeitenin systematischer Ordnung und mit der Jahreszahl ihresEntstehens versehen nach. Was in sorgsamer Besprechungbisher dem geneigten Leser vorübergeführt ist, findet man,mit sehr wenigen Ausnahmen, dort verzeichnet 1 ). DieserKatalog enthält,

I. Die Instrumental -Compositionen.

a) Olavier-Soli,

b) Concerte,

!) Verzeichniss des musikalischen Nachlasses des verstorbenenKapellmeisters Carl Philipp Emanuel Bach. Hamburg, gedruckt1790, bei G-. S. Schreiber.