Druckschrift 
2 (1868)
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

80

-A P>-

-v 9 v-

/ Wein. Ich bin so fröhlich als ein Reh, das um die Quelle

II j. rH

Ii "

§

ft

=^ r~^

# 1

tanzt; wenn ich den lieben Schenktisch seh'und Gläser drauf ge-

fce

±zr~l

i

!/ J

m

-0-

pflanzt.

-

0: . *

s-L

Werth, der V ergessenheit entrissen zu werden.

Das gleichfalls durchcomponirte Gedicht von Halleran Doris zeigt jene durchlaufende declamatorisch melodi-sche Zukunfts-Recitation, die Bach auch sonst liebte, unddie, hier in der edelsten und sinnigsten Weise angewendet,sich wohl dem Fantasiestyl des Meisters in Ciaviersachenvergleichen Hesse. Nach damaliger Begriffsbestimmungwürde dies Lied als Cantate haben bezeichnet werdenkönnen.

Die Composition zu Gerstenberg's DichtungDiedrei Grazien" ist eine höchst eigentliüinliche Arbeit, indemselben melodischen Gesänge wie das Lied an Dorissich bewegend, von häufigen Recitativen unterbrochen, da-bei überaus zart gehalten, voll von Anmuth und von feinmusikalischen Zügen. Der Bass ist beziffert. Das Stückwar bereits im Juni 1774 gesetzt 1 ). Es erfordert, umrichtig beurtheilt zu werden, einen vollendeten Vortrag.

i) Briefe eines aufmerksamen Reisenden.