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2 (1868)
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letzten Decennio seines Lebens geboren aucli einige derim Jahre 1788 zu Leipzig erschienenenFreimaurer-lieder mit ganz neuen Melodien (von den HerrenKapellmeistern Bach, Neumann und Schulz, 38 Liederenthaltend) an, von denen eines zweistimmig, mehrere mituntermischtem Chore gesetzt, deren zwölf von Bach waren.

Diese reiche Ausbeute seines langen. Lebens und Wir-kens nach diesen schönen Seiten der Kunst hin fand ihrenAbschluss in einer letzten Sammlung, welche allen vorher-gehenden weit überlegen, des greisen Meisters künstlerischeStellung auch für das weltliche Lied fixirt hat. Im Jahre1789 erschienen zu Lübeck bei Chr. DonatiusNeue Lieder-Melodiennebst einer Cantate zum Singen beim Clavicr.

Diese Sammlung duftiger Blüthen, die an dem Bandedes für den alten Meister schon geöffneten Grabes empor-sprossten, dessen düstre Tiefe wie mit einem blühendenKranze umflochten, erregt ein mehr als gewöhnliches In-teresse. Sie enthält 21 Gedichte von Hölty, Gleim,Röding, v. Lütkens, Ebeling, Lessing, Haller u. A.Die Lieder sind zum Theil in dem alten Liederstyl ge-setzt, kurze Gesänge von einfachem Charakter; aber dieMelodien haben sich veredelt, die Gedanken sind vertief-ter, inniger ausgedrückt als in den älteren weltlichen Lie-dern. In einigen derselben tritt Bach über die Schranken,die ihn bis dahin gefesselt hatten hinaus und componirtdie Texte ganz durch, so das Nonnenlied No. 5 mit demreizenden Refrain:

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