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Der Geist des alten Sebastian klingt wie aus einerfernen Urzeit in das wunderbar feine Gewebe dieses schönenSatzes herüber, dem die mit den Solostimmen gehendenbeiden Flöten ein überaus zartes Gepräge geben.
Mit den Worten des Textes „Aber er ist um unsrerMiss et hat willen" setzt der ganze Chor wieder in seinemmelodisch rhythmischen Gange ein, um noch einmal durchdie Fortführung des Solo-Satzes und des Cantus firmusunterbrochen zu werden.
Ein neues Motiv beginnt mit den Worten „Wirgingen alle in die Irre." Die Chorstimmen gehen aus-einander, ohne dass ihnen dadurch ein malerisches Coloritgegeben worden wäre. Die Worte werden in canonischenEinsätzen wiederholt. Dieser zweite Satz schliesst in poly-phonem Gesänge den Chor ab, der in der Art, wie er ge-schaffen ist, als ein in sich abgeschlossenes Meisterstückanerkannt werden muss. Seine Wirkung ist voll undkräftig, in den Gegensätzen erscheint er edel und reich.In ihm entwickelt sich des Meisters harmonisch melodiöseCharakteristik in vollkommen ausgeprägter Weise. Inseiner Totalität erinnert er an die jetzige Zukunftsschule,ohne dass dem künstlerischen Gehält zu Gunsten derFormlosigkeit, der ausgeprägten festen Form zu Gunstender melodiös deklamatorischen Tendenz des fortschreitendenGesanges entsagt worden wäre.
Fo. 3. Ree. secco, in declamatorischem Recitativstylgeschrieben, wird durch eiii schönes Arioso:
Ihr könnet schlafen? Nein! Be -tet und seid