Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
814
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8N

19. Jahrhundert.

hclm Heinrich 1 1741) von Sachsen-Eisen ach war. Ein Ge-dicht, womit derselbe seinem Vater an seinem Geburtstag am 7.Juli 1733 in Oberellcn Glück wünschte, ist noch vorhanden undist so einfach, so fromm und so voll Kindesliebe, daß es hier wohleinen Platz verdient. Es heist, wie folgt:

Als der Hoch-Wohlgebohrnc Herr Herr Liborius Friedrichvon Hanstcin in Ober-Ella, Rodenbach, Rumerodt, Besenhausen,Werlcshausen, Wiesenfcld und Friedland, Erb- und Gerichts-Hcrr,wie auch resp. Kirchen- und Schulen-katronus den 7. Juli des1733sten Jahres Seinen Hohen Geburts-Tag in Ober-Ella glück-seelig erlebte, und zugleich das Fünf und Fünfzigste Jahrseines Alters gesegnet zurück legte, Wolte Seinen Hoch Werthe-sten Herrn Lapa in kindlicher Ergebenheit und Freude dazu gehor-samst gratulieren Dessen ältester Sohn Curt Heinrich Dietrichvon Hanstein.

Hoch-Werthester?apa

Hier kömmt vor Deine AugenEin Opfer, welches Dir Dein Erstgeborner bringt.

Dem Glanz und Schönheit nach wird es zwar wenig taugen,

Doch denk, daß meine Treu und Pflicht mich dazu dringt.

Und soll ein gut Gemüth statt Kunst und Zierde gelten,So glaube, daß mirs eh am Wort und Sinn gebricht.

Es mag mich immerhin ein hoher Geist umschatten,

Bin ich doch kein lloöt, auch kein Gelehrter nicht.

Ich bin Dein Kind, das Dich mit zarter Regung ehret,

Ich leb in Deinem Wohl und sterb in Deinem Todt,

Dein Leid ist mir ein Tort, der Mark und Bein verzehret,Und über Deinem Glück vergeß ich aller Noth.

Wie kanns nun anders seyn? Die Lust und Seelen Wonne,So heut Dein Gott Dir schenkt, rührt gleichfalls meine Brust,Es scheint nach Gottes Rath, Dir eine Freuden-Sonne,

Daß, wer Dich kennt und liebt, an Dir sieht seine Lust.

Ein jedes kömmt und will Dir jetzo gratuliren,

Warum? Du feyerst heut Dein theuer Lebens-Fest:

Denn Fünf und Fünfzig, sind die Jahre, die Dich zieren,