756
IS. Jahrhundert.
abredung, daß jährlich am Freitag nach Pfingsten die Familien-Confercnz gehalten werde, ist seitdem pünktlich befolgt worden.
Am 27. Mai 1825 wurde die Lehnrechnung mit einem Rezeßvon 563 Thlr. abgeschlossen, aber die alten von Reiter bis 1790und Sontag bis 1817 waren noch nicht erledigt. Indessen warder Senior Ober-Landgerichts-Rath v. H. zu Wahlhausen 1821gestorben und diese Würde oder Last auf den Kammerherrn v. H.zu Rotenbach Übergängen, sowie von der andern, der ErshäuserLinie, der Preuß. Major Fr. Adolf auf Ershausen Unterhof,klonsenior war, der aber in Schippenbeil in Ostpreußen wohnteund deshalb den Oberförster Carl zu Ershausen substituirthatte. Von diesem geschah der Vorschlag, da bisher die Justiz ineiner besondern Stube des Wirthshauses verwaltet wurde, dazueinen besondern Raum zu erwerben, und dies erfolgte in dem vondem Besitzer des Oberhoss zu Wahlhauscn gemietheten Brau-hause, in welchem der untere Stock 1830 zu der Ger'ichtsstube unddem übrigen Bedarf (S. 699) und einem gewölbten feuerfestenRaum für die Depositengelder, Werthpapiere und die Hppothcken-bücher eingerichtet und später durch eine große helle Stube für dieReposituren und Canzlisten vermehrt und am 31. Jan. 1833 be-zogen wurde.
Am 1. Jan. 1829 erhielt der Aktuarius Pfandler dieFührung der Lehnkasse, welche früher Wagner und nach ihm derAmtmann geführt, welches aber das Oberlandgcricht am 18. Jan.1328 ausdrücklich dem Justitiarius untersagte.
Oefters beschäftigte man sich in den Confcrenzen mit derJagd und der Art ihrer Ausübung. Am 27. Mai 1831 wurdebeschlossen, daß die Förster nicht allein die Walddistrikte ihrer Pri-vatherrn, sondern auch die der übrigen Familienglieder beaufsichtigenund die Frevel anzeigen sollen.
Am 31. Januar 1833 wurde der Gehalt des zukünftigenBeamten auf 600 Thlr. — für den gegenwärtigen aber auf 1100Thlr. und 20 Mltr, Roggen und 12 Mltr. Hafer festgesetzt, am23. Juli 1835 aber an Geld auf 1000 Thlr. von 1833 an ver-mindert, wobei es auch bis zur Auflösung des Gerichts geblieben.
In der Conferenz von 1833 wurde die Sportelkafse-Rechnung