Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
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745
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18. Jahrhundert.

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von dem im hohen Alter stehenden und kränklichen Senior in Un-terstem am 10 Nov. 1777 förmlich bevollmächtigt. Zugleich ver-anlaßte er eine Conferenz zu Bornhagen auf den folgendenTag. wozu er mehrere (25) prop0siti (iniZ8 machte: betr. die Rech-nungen des Amtmanns Sontag über Lehngclder und Straf-bnßcn, die Beendigung der Richter Müller'schen Sache, das Kir-chen-Rechnungswesen, die Familienkassc und deren Credit, diePachtgelder derselben, die Abdeckerei und namentlich die schuldigen900 Paar Handschuhe, die Verpachtung der Musik, des Schweine-schnitts, die Feuer-Anstalten und Schornsteinfeger, das Lumpen-Sammeln u. s. w. In der Conferenz am 11 Nov. war derSenior Werner Ludwig wegen Krankheit (er starb 24. Mai1778) nicht zugegen und der bisherige Consonior Otto Fried-rich war am 6. Juni gestorben. Die frühern BevollmächtigtenErnst Friedrich von Besen Hausen und der Oberhauptmannleiteten die Deliberation, und das Protokoll ist von der Handschriftdes Lehn-Sekretairs Reiter. Nach demselben wurden die Rech-nungen des Amtm. Sontag von 1750 bis 1771 vorgenommenund die des Lehnsekrctairs Reiter von 17^ vorgelegt, derenRevision der Oberhauptmann übernahm. Dann versprach Lucan,der Schwiegersohn des Richters Müller, ein Verzeichnis? der ein-genommenen Depositen-Gelder zu stellen, welches der Amtmannmit den vorhandenen vergleichen soll und der erste Bevollmächtigterevidiren wird. Die aus der Familienkasse schuldigen Zinsen sollenberichtigt und in 6 Monaten wieder Conferenz gehalten werden,da noch vieles zu beseitigen sey. Dies ist aber nicht geschehen.Nach Werner Ludwigs Tode wurde Jost Adolf (Taf. 11)zu Ershausen, Hess. Obristlieut., Senior, der aber Joh. AdolfMordian zu Wahlhausen Vollmacht ertheilte, und von dembis zu seinem Tode, 14. Apr. 1782, nichts geschah. Da tratdann wieder der Oberhauptmann auf und erließ am 4. Mai eindringendes Schreiben an beide Beamten, über ihre Saumselig-keit und Gewissenlosigkeit wie oben bereits angegeben (S. 697),und theilte dies seinem frühern Mitbevollmächtigtcn zu Besen-Hausen mit, der sich dann mit vielen Haus- und Fcldgeschäftenund damit entschuldigte, daß es gegen die Beamten zuletzt auf