Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
416
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17. Jahrhundert.

zu diesen, nur der Ershäusischcn Linie gehörigen Gütern gekom-men, so bitte er Namens derselben, um Renovation, Einweisungund ausschließliche Bclehnung.

Dies war aber irrig, denn die Trennung der beiden Linienentstand schon am Ende des 14. Jahrhunderts, und dannwar dies Sondcrlehn 1479 von Churf. Dither ausdrücklich aufden Rittee Werner und seinen Bruder Hans (den lahmenHans) (Taf. 9) die beiden Ahnherrn der noch lebenden Gliederdieser Linie ertheilt (I. S. 143), welche daher auch, als die Nach-kommen der beiden Brüder in den folgenden Lehnbriefen undnamentlich in dem Preussischen von 1804 als Mitbelehnte sicheingetragen finden.

Die Belehnung auf das Gesammtlchn scheint damals meh-rere Jahre verzögert worden zu seyn, denn nach einer Notiz vom25. Mai 1671, sollten die zwei Acltestcn und Lehnträger desStammes v. H. in Mainz persönlich erscheinen, nämlich Ernst(Adolf Ernst auf Oberhof) (Taf. 10) und Adam Friedrichauf Geismar, beide Otto's Enkel sodannIoh. Siegfriedauf ErsHausen (Taf. 11) und Hans (Taf. 12) auf Ober-stem. Vom Jahr 1673 findet sich eine umständliche Beschreibungder damaligen Güter (Urkb. 616. 2) und ihrer Zustände, wovondas erste und vierzehnte Blatt, der Anfang und das Ende fehlt,worin sich Joh. Siegfried als Senior für den Verfasser aus-gicbt, was aber ohne Zweifel Hans auf Oberstein war. Siefängt mit dem Schloß und Haus H. an und schildert dann dieZustände der unter dem Schloß liegenden 6 Rittcrsitze, wie sol-ches oben (I. S. 100) angegeben ist. Da alle theils verbrannt,theils verwüstet und baufällig, mit Schulden überladen und diezu den Gütern gehörige Zinsfrüchte in den Händen der Gläubi-ger waren, denen sie versetzt worden, so hatte der Churf. Jo-han Philipp (von Schönborn) zu Gunsten der Lehnsfolger,für den vierten Ansitz, den Creditoren, durch ein Befehl an dasOberamt, die Zinsgefälle auf etliche Jahre entzogen, um sie zuReparatur der Gebäude zu verwenden, welches dann auch ge-schehen. Dies wurde auch von den Lehnsfolgcrn, den Söhnendes Kaiserl. Oberstlieutenants Ernst Friedrich, der den Mäh-