Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
391
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16. Jahrhundert.

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Vertrag zwischen ihnen von Lindau (in dessen Nähe im Untcr-Eichsfeld das Gericht Leuthorst war) vom 9. Öct. 15Ä (tlrkb.475) heist. In demselben wurde dann unter Vermittlung ihrerallerseits nahen Blutsfrcunde und. Verwandten,, für die WittweBurkhard von Bedungen, Hans von Scheidungen,Friedrich von Hcrga, Heinrich von Hanstein (LippoldsSohn für Hans v.H.), Otto von Berkenfeld und Heinrichvon Hardenberg folgende Ucbereinkunft geschlossen:

1) Hans v. Leuthorst will die Heirathsbcredung seiner Mutterfest halten, für den Ansitz ihr, jährlich, so lange sie lebt, 12Goldgulden bezahlen, den Garten beim Schafhof zu Lindaueinräumen, jährlich. 40 Malter Frucht, halb. Roggen, halbHafer und 45 Goldgulden entrichten, und solches auf seineGüter versichern.

2) ihr jährlich 14 Klstr. Holz, 5 Fuder »unsträfliches" Heuesnach Lindau abliefern und 5 Morgen Landes, ohne denSamen, mit Düngen »und anderer Notturft" zu rechter Zeitbestellen lassen.

3) Wegen des Hausraths, Kleider, Kleinodien hat man sichfreundlich vertragen, und Hans v. L. will seiner Mutter5 Kühe, 5 Stück Rindvieh, 6 Schweine und ihr eingebrachtesVieh, auf ihr Erfordern, alsbald verabfolgen lassen.

4) Wegen eines Rückstandes wird Beweis erwartet.

5) Wegen einer rückständigen Kornzinse, welches nach HansBehauptung in die Gemeinschaft gehört, Emcrentia abernicht nachgeben will, soll auf 2 verständige von Adel, oder2 andere erfahrne Leute dieser Punkt anheimgegeben, pennaber die Güte entstände, jeder seine Notturft schriftlich ver-fassen und an eine ,/unvcrdcchtige" Universität geschickt werden.

Dieser Vertrag in 4 Blättern ist von den 0 Obmännern unddein Hans v. Leuthorst untcrsiegclt und unterschrieben.

Bald darauf ist Hans v. L. verstorben, hinterließ seine WittweAnne von Bülzingsleben, 3 Töchter und 4 Söhne, mit denender Streit von neuem anfing, wie man aus einer Reihe von vor-gefundenen Briefen von 1595 bis 1602 (Urkb. 514) ersieht.