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15. Jahrhundert.
scö Jahrhunderts, die sich auf ganz Teutschland erstreckten, diesenVorfahren keine Gelegenheit gaben, sich in dem politischen Lebenund in den öffentlichen Annalen ihres Vaterlandes auszuzeichnen,so fehlte auch unsern v. H. diese Gelegenheit. Nachdem Hein-rich, Ritter und Mainzischer Ober-Amtmann von Schoncnbergder sich im Dienste seines Landes- und Lehnsherrn, sowohl imEichsfeld, als in Hofgeismar und Fritzlar ausgezeichnethatte, und seinem Vaterlande nützlich gewesen war — 1379 ge-storben, und unter seinen Söhnen zwei die getrennten Linien desalten Stammes gebildet hatten, scheint, als Folge dieser Trennung,die Theilung des gemeinschaftlichen Vermögens sie sehr beschäftigtzu haben, worüber indessen kein Streit enstandcn, denn wir fin-den nur gegenseitige Ansprüche nicht über Länderci -- die wohldurch gemeinschaftliche Coloncn bestellt wurden, — sondern nurüber Waldung, den Höhberg und das alte Holz, die An-sprüche der beiden Linien durch gewählte Schiedsrichter entschie-den, wie bereits oben (S. 71 ff.) bemerkt worden. Je mehr Einig-keit aber in dem häuslichen Leben auf der alten Burg und unterden schon zahlreichen Nachkommen gewesen zu seyn scheint, destogrößer und häufiger waren die Fehden der Burgbcwohncr mitden benachbarten Städten Heiligenstadt und Mühlhauscnund besonders mit dem nahen Hessen, die sich aber doch amEnde mit einem freundschaftlichen Verhältniß und Bündniß be-schlossen. (S. 75 ff.). Nicht so friedlich ging es oft in dem be-nachbarten Braunschweigischen zu. Herzog Ernst von Gru-benhagen wurde von Heinrich von Hardenberg in Nör-t en (Havcman I. S. 592) angefallen und gefangen genommen undnach seinem Schlosse geschleppt, das die Verbrennung des Fhcckcnszur Folge hatte. Bodo von Homburg wurde von einemGrafen von Ev erst ein erschlagen, das dieser mit 5999 See-lenmessen büßen mußte. Graf Otto II. von Waldeck wurdevon einem von Adelcpscn gctödtct, der mit 199 Rittern inbloßem Hemde in die Capellc des Klosters Netza, wo GrafOtto bestattet war, treten, dem Sohne und Enkel des Gctödtc-ten zu Füßen fallen, und mit 599 Seelenmessen und 599 Vigi-licn der Wittwe Gräfin Sophia, einer gebornen Landgräfin