Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
146
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15. Jahrhundert.

geschehener strengen Buße. Der Wohnort des gesungenen Priestersist nicht angegeben, vielleicht war es Hottcnrode; er scheint abernach der Angabe so geheißen zu haben, da eine Bauernfamilie inNengclrode noch diesen Namen führt. In dieser Zeit hatteNicolaus (pspa gumlns) den päbstlichen Stuhl inne, der demKönig I oh au von Cypern wegen Erhaltung und Vertheidigungseines Reichs gegen die Türken, Saracenen und Heiden bedeutendeJndulgcnzien ertheilt hatte. Dieser Pabst hatte seinen Nuncius undOrator Johann «ls Lastro, Liccntiatcn beider Rechte, damit be-auftragt und dieser hatte wieder den Gottfried Santwegk,Scholasticus der Kirche St. Martin zu Hciligenstadt mittelstVollmacht ü. ü. Erfurt den 24. Sept. 1454 subdelegirt. Diesermacht nun die ganze Sache in einer lateinischen im Original nochvorhandenen Urkunde von Heiligen stadt in der St. Martinskircheam Tage des heil. Sevcrin (23. Oct.) 1464 (Urkb. 263), die vondem öffentlichen Notarius Abatoldus Gebehardt unter demNotariatszcichen ausgefertigt ist, den ehrwürdigen Herrn Pfarrernin Rimpach, Kerchgandera, Hoengandera, Arnhusen,Hottenrode, Rustefeld, Witzenhusen, Heiligcnstadt undin der Mainzer Diözese (Gerbcrshausen ist hierbei nicht genannt,wahrscheinlich weil der Gefangene daselbst Pfarrer war) umständlichbekannt: Heinrich v. H., Werners Sohn, w-miSsr, sey vor ihmerschienen, sodann Lüdike der Alte, Johan und Conrad Lü-dike, Johannes Agnese, Schneider Boden, Johannes Boden,Werner der Jüngere, Lüdike der Jüngere, Herman Richcn,Heinrich Henken, Schneider Heinbcrger, Johan Birm ans,Schneider Roselin, Martin Meyger, Johan Hake, Bauernaus Hohcngandern und Rustefeld. Heinrich v. H. habein der Hand das Schreiben des Herrn Johann äs Esstro gehabt,das er — der Scholasticus — mit der gebührenden Ehrfurcht em-pfangen; die Bauern hätten ihm dann erklärt, daß sie, uneingedeukdes Heils ihrer Seelen, den ehrwürdigen Herrn Priester PaulHottenrot gefangengenommen, und ihn aufs Schloß Hansteingeführt, wo ihn Heinrich v. H. empfangen und einige Tage ge-fangen gehalten, und bitten um Lossprcchung vom Kirchenbann,nachdem sie sich mit dem Beleidigten in Güte abgefunden — «eum