13. Jahrhundert.
1299 16 Kai. Nm-Ui (Urkb. 59) überläßt der Erzbischof Burchardvon Magdeburg den noliilem viruin Ileinriaum kineernam (lizpolclö, (Scheidt vom Adel S. 156. 179) Ministeriell der Kirche(Erzstifts) zu Magdeburg, dem Erzbischof und der Kirche (Erzstift)zu Mainz auf ewige Zeiten (pm-potuo) und entsagt jedem Recht,das er bisher an diesem Ministerialen gehabt. Der Ausdruck clo-imvisss erinnert an die Schenkung eines Leibeignen, bedeutet abernur die Entlassung eines Unterthanen und Dieners. In der an-dern vom
29. Juni desselben Jahrs (Urkb. 52) erkennt der genannte Hein-rich, der sich einen Sohn Thcodorichs nennt, diese Ueberlafsung(tiaäiäit liberaliter et ckonavit) förmlich an. Zugleich erklärt erund verspricht, daß, wenn er je eine Frau aus dem Stande derMinisterialen einer andern, als der Mainzer Kirche angehörig, Hei-rathe, seine Kinder aus dieser Ehe weder auf den Namen nochdas Amt eines Sckcnken (pinoeina) Anspruch haben sollen. Esscheint also schon damals der Gedanken entstanden zu seyn, einersogenannten Mißheirath entgegen zu wirken, deren Bedeutung mansogar auf Beamten - Töchter gleichen Standes auS einem andernLande oder Diözese erstreckte. Dieselbe Urkunde ergiebt auch, daßman anfing die Bezeichnung des Amts als Familien-Namen fürdie Kinder forterben zu lassen, pinasi-na, das anfangs nur einHofamt war, als Familien-Namen Schenk — so wie nach denfrüher angegebenen Urkunden aus dem Amt eines Viccdoms inApolda der Namen der noch vorhandenen Familie V itzthum entstand.
Aus der 3ten Urkunde vom
I.Mai 1299 (Urkb. 51) ersieht man. daß von den Schenken(pineeinan cl«z ^ppnlcko) die Brüder Heinrich und The oder ichihre Heimath verlassen und sich nach Polen gewandt hatten. DieVeranlassung ist unbekannt. Von Polen aus (morantes in Uolo-nie») bitten sie den Erzbischof Gerhard von Mainz, das Schutzrcchtüber Husdorf, das sie, wie alle ihre Voreltern, von Ihm zuLehn trugen, an Heinrich und Theodorich — also gleichesVornamens — ihre Verwandten (patiueles) Seine Schenke (pin-cernis Vestris) in ^ppolcls als Lehn zu übertragen.
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