Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

12. Jahrhundert.

5

richtung und Verfassung ganz wie die von Nusteberg bestimmtwurde. (Urkb. 62 u. 63.) Cuäkmis (eoä. äipl. I. p. 976) sagtvon dieser Urkunde: Nentioirsm oliarta praosens kaeit cls oastroUustebai-^ eo seilieet guocl caput «Z5t IZiebskeläiae. N a guobusus terine D-nekeeti sivi Noguntini krovisoies appellari pri-maiio oonsuevsrunt. Mancher Kampf mag bei dieser Burg ge-fochten seyn. Herzog Heinrich von Braunschwcig weiset 1319 demLudolf von Gcrthcrode 40 Mark aus seinem Vorwerk zuTcistungcnburg an: ,,dat he verlogen und gcvhangen wart indeine Stride bi Rustcberge." (Wolfs Gesch. I. Urk. 78.)

Bei (luclenus befindet sich auch die sei-ies Iioium praekee-terum. Diese Kurmainzische Oberamtmänner behielten ihren Wohnsitzauf dem Nusteberg wohin 1525 das den Heiligcnstädternund Dudcrstädtcrn wegen ihrer Theilnahme an dem Bauernkriegeabgenommene grobe Geschütz gebracht worden bis gegen dasJahr 1540, wo der Cardinal Erzbischof Albrecht das Oberland-gcricht in Hciligenstadt errichtete und bei dieser Gelegenheit derVicedom des Rustebergs seit 1556, als Landrichter des Eichöfeldeszu Heiligcnstadt seinen Amtssitz erhielt, und der Vogt alsUnterrichter aus dem Nusteberg wohnen blieb. (Wolf pol. Gesch. I.S. 97. Gesch. d. v. Hardenbcrg II. S. 135.) 1631 befandsich daselbst Valentin Möring als Vogt, als die Burg in demdamaligen 30jährigen Kriege von den Truppen von Hessen-Casselunter dem Commando des Obristlieutenants Scharkopf einge-schlossen und zur Uebcrgabe aufgefordert wurde. Die Burg hatteeinige Besatzung, etwas Geschütz und große Fruchtvorräthe undnur den Vogt Möring zum Commandanten, .der die Uebcrgabeunter folgenden Bedingungen bewilligte:

1)Erstlich daß Ihre fürstl. Gnaden mich mit Weib undtKindt und allen andern bey mihr begriffenen Persohncn, Nieh-man außgcschlosscn, im fürstl. Schutz gnedig aufs undt anneh-,/men sich belieben lassen,

2)Vnd surß Zweite die mir eigenthumbliche zucstehcndeSachenn an Früchten, Viehe, Pferden vnd aller Fahrnuß sol-gen lassen wolle.

3)Was Adeliche Persohncn oder andere sonderlich die Ambts-