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und Actenvorraths in Wertbeim einst zufälligerweise an einenOrt in Verwahrung war gebracht worden, wo man ihn späterweder vermuthete noch suchte. Vermißt ward solcher in dendortigen Archiven seit 1767, und wieder aufgefunden erst imJahr 1830, ausserhalb des eigentlichen ArchivLocals der jün-geren Linie, in einem Schrank der Löwenstein-RosenbergerHofhaltung. Der erste sachdienliche Gebrauch, den man da-von machte, war ein mit historisch-rechtlichen Erläuterungenbegleiteter Abdruck der wichtigsten Urkunden in der oben (Z. 6,S. 22. Note 2) angeführten „Widerlegung einiger in neuererZeit verbreiteten falschen Nachrichten" w.
Wiederholte Versuche, aus den noch vorhandenen Be-standtheilen des vormaligen Kurpfälzischen oder MannheimerArchivs Mittheilung von Urkunden zu erhalten, deren Daseynund Datum bekannt sind, und die höchst wahrscheinlich zu Auf-klärung des Thatbestandes wesentlich dienen würden sind
t) Noch jetzt fehlen, sind ungedruckt, und werden zum Theilverheimlicht, verschiedene wichtige Urkunden, die ursprüng-lich in Clara's oder ihres Sohnes Verwahrung waren oder seynsollten, deren Heransgabe vielleicht durch Clara's Hast erpreßtward. Dahingehören: t) das Testament des Kurfürsten Friedrichvom 28. October 4467, erwähnt von Krcmer S. 53t, dasOriginal jetzt in dem k. Haus- und Staats- oder Reichsarchivzu München; 2) Friedrichs Verordnung, datirt Neckargemündam t3. April l4S8, betreffend die Verwaltung des von ihm fürClara und ihre Sohne bestimmten Vermögens, von Kremcr erwähnt,und wahrscheinlich in dem genannten Reichsarchiv; 3) FriedrichsUrkunde, datirt Gcrmersheim vom 27. April 4 470, betreffend dieVersorgung seiner Söhne und ihrer Mutter, von Kremer erwähntund wahrscheinlich in dem genannten Reichsarchiv; 4) des Her-zogs Philipp Urkunde, datirt Germersheim v. 29. April 4470,worin er seinem AdoptivVater das CölibatVcrsprcchcn erläßt,unlängst von Hormayr erwähnt, und sehr wahrscheinlich auch indem gedachten Reichsarchiv; 5) Friedrichs Urkunde, datirt Hei-delberg ans St. OionysinsTag (9. October) t470, worin der-selbe seinen Söhnen etliche Bnrglehen zu Alzei, Oppenheim undStarkcnbnrg, desgleichen die Burg und das Dorf Aspach gab.