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Zweiter Abschnitt.
Geschichte der Vermählung Friedrichs desSiegreichen.
8 21.
Einleitung.
Wir haben gesehen, wie Friedrich der Siegreiche, an-fangs nur Vormund und Regierungsverweser, durch eifrigesVerlangen der landtagweise versammelten Ausgezeichnetestendes ganzen Landes, selbst der kurfürstlichen Witwe, nach demRath benachbarter geistlicher und weltlicher Reichsständc undder vornehmsten Hof- und Staatsbeamten, auch Vassallen,gerechtfertigt durch den Nothdrang der Haus- und Staats-intcrcssen, sich bewegen ließ zu lebenslänglicher Uebernahmeund Führung der Landesregierung mit der Kurwürde ineigenem Namen, zur Annahme des unmündigen kurfürstlichenPrinzen Philipp an Kindesstatt, zu Verzichrleistung sogarauf seine eigene Landesportion nebst dem mütterlichen Erbtheil,und auch auf seine künftigen Erwerbungen. Wir haben gesehen,wie Herzog Philipp, mannbar und großjährig, seines pfalz-gräflichen Oheims Führung der Landesregierung und Kurwürdein eigenein Namen, sammt der Arrogation, urkundlich viermalund thatsächlich fortwährend aus freieigencr Bewegung genehmigte.