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sich besonders angelegen seyn, den Löwensteinischen Anträgenzu widerstreben und insbesondere auch andere evangelische Reichs-stände dawider zu stimmen. Sodann ward dem Fürsten völligklar, daß Kaiser Carl VI. zwar seinen Bestrebungen persönlichkeineswegs abhold sey, jedoch entschieden für dieselben mitzu-wirken Anstand nehme. Bei solcher von ihm nicht zu über-windender Ungunst des Schicksals, entstand in ihm der Bor-satz, sich mit der ihn: gewiß scheinenden öffentlichen Anerkennungvon Kurpfalz, Kurmainz, Pfalz-Sulzbach und etlichen anderenteutschen und auswärtigen Höfen zu begnügen, und den Pfalz-gräflichen Titel öffentlich anzunehmen, mit der Er-klärung, daß Löwenstein nur zu Gunsten der Linien Pfalz-Sulzbach und Pfalz-Neuburg auf sein näheres Nachfolgerechtverzichte, nicht auch zum Vortheil von Pfalz-Birkcnfeld undder Bayerischen Kurlinie. Ehe er diesen Borsatz ausführenwollte, war er darauf bedacht, von der älteren oder Virne-burger Linie einen Verzicht auszuwirken, auf ihre Theilnahme- an der Pfalzgräflichen Würde, so lang sie der Mittel zu demdazu erforderlichen standesgemäsen Aufwand entbehren werde,und auf die Nachfolge in dem Kurfürstenthum, so lang derMannstamm der Löwenstein-Rochefortcr Linie bestehen werde;wogegen ihr für den Fall, wenn die Rocheforter Linie zurSuccession gelange, bedeutende Vortheile zugesichert werdensollten. Ehe der Fürst zur Ausfübrung dieses Planes schreitenkonnte, ward er zu Venedig (März 1735) hinterlistigerweisemit einem gläsernen Dolch ermorder. Sein Sohn und Re-gierungsnachfolger, Fürst Carl Thomas, hatte nicht denMuth, des Vaters kühnen Plan in das Werk zu setzen; erbegnügte sich damit, auf dem labyrinthartigen Wege der Unter-handlung, besonders an dem kaiserlichen und dem kurpfälzischenHofe, langsam fortzuschreiten.
Vorstehende, im Jahr 17Z(i begonnene Unterhandlungward unterbrochen durch den Oestreichischen SuccesfionsKrieg,