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zu Simmcrn noch ') katholisch. Streng war derselbeerzogen nach den Grundsätzen der römisch-katholischen Religion,an dein herzoglichen Hofe von Lothringen und bei dem Bischofzu Lüttich, Eberhard Grafen von der Mark. Zu ihm glaubteman daher mit größter Zuversicht (irrthümlich!) vertrauen zudürfen, er werde nicht nur selbst bei der alten Kirchenlehrefest beharren, und seine Kinder darin streng rechtgläubig er-ziehen, sondern auch als regierender Kurfürst dieselbe in sei-nen Ländern neu-eifrig handhaben, hingegen den weiternFortschritten der Reformation möglichst Einhalt thun.
Noch war in frischem Andenken, mir welcher Nachsicht,um nicht zu sagen Gunst, in der letztvergangenen kirchen-eifrigen Zeit, die drei letztverstorbenen Kurfürsten der neuenGlaubenslehre Eingang in der Oberpfalz und in der Rhein-pfalz gestattet hatten. Zwar waren sie alle für ihre Personkatholisch geblieben, aber Kurfürst Ludwig V. (1544) harrein verschiedenen Orren der Oberpfalz den Evangelischen öffent-liche Religionsübung gestattet, sein Neffe und Nachfolger, Kur-fürst Friedrich II. (f 1556), hatte, seit dem Ende des Jah-res 1545, in Kurpfalz die Reformation sogar eingeführt, undKurfürst Otto Heinrich (f 1559) hatte, ehe er noch inKurpfalz zur Regierung gelangt war, in seinem Landestheil,in der sogenannten jungen Pfalz oder Pfalz-Neuburg, sogardurch ein Edict (22. Juni 1542) die Reformation öffentlicheingeführt, war (1545) dem Schmalkaldischen Bund beige-rreten, hatte nachher als Kurfürst das Interim abgeschäfft,alle Bilder und Staruen aus den Kirchen entfernt, die Uni-
t) Gleich im nächstfolgenden Jahr, 1ö60, trat derselbe öffentlichüber zu der evangelisch-rcformirten Kirche. Auch seine beidenjüngeren Brüder, Georg und Richard wurden evangelisch. Eifrigwar er bemüht, die resormirtc Religion auch in der Oberpfalzeinzuführen.