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Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
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Einen sehr sprechenden Beweis seines Vertrauens aufLudwigs persönliche Tüchtigkeit auch für Staatsgcschäfte,legte Kurfürst Philipp dadurch an den Tag, daß er demsel-ben im Jahr 1493 eine Botschaft nach Wien an denKönig (seit 1507 erwählter römischer Kaiser titulirt) Maxi-milian, gleich nach dessen Thronbesteigung, übertrug '). OhneZweifel war ein Hauptzweck dieser Mission, für Kurpfalz dieGunst des neuen Reichsoberhauptes zu gewinnen, dessen Va-ter und Rcgierungsvorfahr das Haus Wittelsbach seine ent-schiedene Ungunst eine lange Reihe von Jahren hindurch hatteempfinden lassen.

In dem weitaussehenden Krieg, welchen Kurfürst Phi-lipp von der Pfalz für seinen zweitgebohrnen Sohn Ruprecht,den Tochtermann des Herzogs Georg des Reichen von Bayernzu Landsbut, der ihn, mit Uebergehung der Agnaten von derMünchener Linie, letztwillig zum Nachfolger in allen seinenLändern eingesetzt hatte, wider diese Agnaten seit 1504 zuführen genöthigt war, ernannte der Kurfürst den GrafenLudwig zu einem seiner Kriegsob ersten. In dieserEigenschaft diente ihm dieser mit größtem Eifer, und mitVerlust weit des größten Theils seines Vermögens. Weilder Kaiser den Kurfürsten, dessen Sohn Ruprecht und ihreHelfer und Helfershelfer in die Reichsacht erklärt hatte, sobemächtigte sich, zu Vollziehung der Acht, Herzog Ulrich vonWirtemberg, einer von den Bundesgenossen der Herzoge vonBayern, der Grafschaft Löwcnstein, und erst im Jahr 1507gab er einen Theil der Grafschaft zurück, den übrigen aberbehielt er, nicht achtend auf des Kaisers Fürsprache (Z. 66).

Als (1519, 28. Juni) das Kurcollegium zuFrankfurt Carl V. zum römischen teutschen Kaiser erwählt

1) Köler's histor. Munzbelustigmigen Ty- X, S> 449.