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hatte, erhielt von demselben Graf Ludwig von Löwenstein,nebst etlichen andern, den ehrenvollen Auftrag, den zu Höchstversammelten Botschaftern Carls (unter welchen PfalzgrafFriedrich) dasWahldecret zu überbringen und sie nachFrankfurt einzuladen ').
Als auf dem Reichstag zu Nürnberg 1522 beschlossenwar, dem König von Ungarn von Reichswegen Kriegs-hülfe wider „den Türken, den Feind Christi", zusenden,ward von dem Kaiser und den Reichsständen in dem Reichsabschicdunter Andern, und zwar an der obersten Stelle, der „EdleLudwig Graf von Leo stein" dem Kürfürsten und Pfalz-grafen Ludwig V. als Reichs-Kriegörath beigeordnerund nach Wien beschicken ^).
Auch unternahm, dein Geist seiner Zeit nachgebend, Lud-wig einen Zug nach dem gelobten Land.
Eine aus der innigsten kindlichen Liebe und dem regsten Pflicht-gefühl hervorstrebende Zärtlichkeit gegen seine „HertzeLiebe Mutter", offenbart Ludwig in der Verschreibung Zvon: 7. December 1489, worin er sowohl bei seinem Lebenals auch auf den Fall seines früheren Ablebens, nach „gött-lichem Gebot und christlicher Ordnung" für Lebensunterhaltund Wohlstand der Edlen sorgt, die „ihre mütterliche Treu ihmzu Liebe, zu Gut und zu Ehren je und je mannigfältiglichgereichet hat". Die Glückseligkeit der lieben Mutter zu sei-
Xola oleotiorns (mroli V. im^>.; in Freher's 8ciipwi'. ror. g'srm.,III. -72. Goldast, polit. Reichshändel, Th. I, S. 38.
2) Rcichsabschied zu Nürnberg von 1522, Z. 2; in der NeuenSammlung der Reichsabschiede, Th. II, S. 244-
3) In der augef. "Widerlegung" lc., Num. XII, S. 129. Un-richtig nennt Kremer (S. 537) diese in seinUrknndcnbuch nichtaufgenommene Verschreibung ein Testament.