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auch im Ausland, Ludwig, als Sohn des allverehrten Landes-herrn und Kurfürsten, mit Auszeichnung behandelt worden sey,darf man mir Zuversicht annehmen. Es verstand sich vonselbst, doch konnte es aus einer Zeit, wo schriftlicher Verkehrnoch selten war, die erst vor Kurzem erfundene Buchdrucker-kunst für Tagesneuigkeiten noch nicht benutzt ward, und Eu-ropa der unschätzbaren Wohlthat der Post noch entbehrte, nurwenig gleichzeitige urkundliche Merkmale zurücklassen. Wiewohlan Geist und Körper, nach dem später veröffentlichten Zeug-niß seines Lehrers, schon hoffnungsvoll herangebilder, standdoch Ludwig damals noch in einem Alter, worin auch Personenvon hoher Geburt nur selten Gelegenheit erhalten, sich öffent-lich bemerkbar zu machen; nur dreizehn Jahre und drirthalbMonate war er alt, da der Vater starb.
Desto bemerkenswerther ist, daß Ludwig auch nachher,als in der Gegenwart der hohe Glanz des erhabenen Vatersseine Persönlichkeit nicht mehr überstrahlte, ihm auszeichnendeMerkmale von öffentlicher Anerkennung seines Bayerischen Fa-milien- und hohen Adelstandes, wie seines sittlichen, geistigenund gesellschaftlichen Werthes, selbst von regierenden Herrenaus dem Hause Witrelsbach zu Theil wurden, auch ehe ernoch als Graf von Löwenftein mir der hohen Würde einesregierenden Landesherrn und teutschen Reichsstandes bekleidetwar. Beispiele mögen dieses bewähren.
Noch nicht achtzehn Jahre alt, ward Ludwig auf deinTurnier zu Heidelberg im Jahr 1481, von der Ritter-schaft am Rheinstrom als Turniergenoß öffentlich anerkannt,unter den Augen und ohne Widerspruch des Kurfürsten undPfalzgrafen Philipp und zweier regierenden Herzoge von Bayern,des Herzogs Georg des Reichen zu Landshut und des Her-zogs Otto II. zu Mosbach, welche insgesammt im Turnier