Druckschrift 
Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
Seite
284
Einzelbild herunterladen
 

284

heraldischem Sprachgebrauch) arnru ^Innn (armasssllulnes)führte Ludwig auch nach des Baters Tod, öffentlich, nament-lich zu Heidelberg unter den Augen des daselbst residirendenKurfürsten Philipp und seiner Räthe, auf seinem Siegel zwei-fach, und zwar das erstemal auf dem Ehrenplatz, genau dasväterliche Stammwappen, das Wittelsbacher, diehimmelblauen Wecken in silbernem Felde, oder abwechselndhimmelblaue und silberfarbige Wecken. Dieses WittelsbacherStammwappen führte Ludwig und führen nun schon vicrthalbJahrhunderte lang alle seine Nachkommen, ohne irgend einenWiderspruch von Seite des Gesammthauses Wmelsbach, oderauch nur einzelner Mitglieder desselben.

Auch dieser urkundlich beglaubigte und offenkundige That-umstand, bewährt sowohl Ludwigs eheliche Abstammung vondem Kurfürsten Friedrich dein Siegreichen, als auch dessen,auf alle seine Nachkommen übergegangene Eigenschaft einesWittelsbacher Familiengliedes.

A 74.

Kaiser und Reich erkennen ihn an als Reichsstand und Grasen von Löwenstein,der Schwäbische Reichskreis als Kreisstand, und später wird ihm von demKaiser der Stand und Rang eines Grasen zu Löwenstein, nebst dem-wensteinischen Wappen, noch besonders angewiesen.

Allgemein, urkundlich sogar von dem Kurfürsten Philipp,anerkannt als Friedrichs des Siegreichen eheleiblicher Sohn,und von demselben Kurfürsten (1488) in familien-eigenchüm-lichen Besitz der dem Wittelsbacher HausFideicommiß familien-gesetzmäsig einverleibten reichsständischen Grafschaft Löwensteingesetzt, mit der Bestimmung für ihn und seine Erben, "sichein Grav von Löwenstein zu schreiben und das Wappen zuführen", ward Ludwig ohne Anstand, von dem Kaiser und