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Das Wappen auf diesem Siegel ist zusammengesetzt ausdein Haupt-, oder Staats- und Geschlechrwappen desHauses Witte!sbach, als Ludwigs Familien- und Succes-sionsWappen, und aus dem Besitz- oder Territorial-Wappen der Herrschaft Scharfcneck. Der Wappenschildist getheilt in vier gleiche Theile. In dem obern ersten undin dem untern zweiten (oder in dem ersten und vierten)Feld, stehen die Wecken des Wittelsbacher oder BayerischenStaats- und Hauswappens; jedes dieser beiden Felder ist schrüg-rechts geweckt. In dein obern zweiten, und in dem unternersten (oder in dem zweiten und dritten) Feld, ist der Schar-fenecker Löwe abgebilder, gekrönt, aufrecht rechts schreitend.Auf dem offenen Helm, dem Staats- oder Turnierhelm,zeigt sich als Helmkleinod der obere Theil desselben gekröntenLöwen, auch rechts gekehrt. Won der Umschrift ist noch les-bar: "luckiZvieus V. biedern (Herr zu scharpff) enecll".
Das Siegel, auf welchem Ludwig dieses Wappen führte,ist cirkelrund, und hält im Duchmcfser einen Zoll und fünfLinien rheinländisch; es ist unren, und rund um auf den Sei-ren, umgeben mit einem Umguß oder einer Hülle von gelbeinWachs. In solcher Form führte Ludwig offenkundig, aufTurnieren (Z. 75) und in seinem Siegel, das Wappen desHauses, aus dem er herstammte und dessen anerkanntes Mit-glied er war. Eine Abbildung dieses Wappens, obgleich theil-weise jetzt schadhaft, doch in allen wesentlichen Theilen nochdurchaus erkennbar '), ist unten der Beilage IV beigefügt.Anzunehmen ist, daß Ludwig dasselbe Wappen auf dem Siegelgeführt habe, dessen er, damals noch „Ludwig von Beyern
t) Darum, der Beschädigung ungeachtet vollkommen glaubwürdig.Gatterer, Abriß der Heraloik, §. 128, S. 162. G. Gru-ber, Lehrsyftem einer allgemeinen Diplomatik, Th. II, S. 215.