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dein Darum Augsburg den 26. Mai 1510, ein Commissoriumsendete. Hierauf ernannten der Obmann und die Zusätze zusubdelegirren Cominissarien: Thomas Truchsefi, Doc-tor, Schulmeister und Canonicus, und Andreas Worin, bei-der Rechte Doctor, Dechant, beide zu Speier.
Die Klage ward gerichtet wider den Kurfürsten Lud-wig V. und dessen Bruder Friedrich, Pfalzgrafen und Her-zog von Bayern, als eheliche Söhne und Erben ihres Batersdes Kurfürsten Philipp. Sie ward eingereicht in Vigilmlaeoki (34. Juli) 4516, und angebracht bei „dieser Sachenund Parteyen willkührlichen (gewillkührten) Richter undZusätze".
Des Klägers Entschädigt! ngsforderung wird darin,angegeben und begründet, wie folgt. Weiland Kurfürst Phi-lipp habe, um Martini 1503, ihn als Hauptmann mit Rei-sigen nach Bayern seinein Sohn, dem Herzog Ruprecht, zurHülfe gesendet. Als deßhalb Kurfürst Philipp mit dem Her-zog Ulrich von Wirtemberg in Fehde und Krieg gerathen,habe dieser Herzog ihm, dem Kläger, das Schloß und dieStadt Löwcnstein, das Schloß Wildeck und die Dörfer Ab-statt und Jngersheim und andere mit allen ihren Zugehörun-gen, auf 40,000 Gulden werth (Interesse und Schäden nichtmitbegriffen), feindlich weggenommen, zum Theil verbrannt,zerrissen, zerschossen und verwüstet, so daß er nun in dassiebente Jahr derselben ermangele, und jetzt an Erbe undWerth einen Schaden von eilf rausend Gulden leide. DiesesSchadens Ursache sey weiland Kurfürst Philipp, und die Be-klagten, als dessen eheliche Söhne, die auch dessen Erbschaftübernommen, seyen verpflichtet zu dem Ersatz. Wiewohl Grundund Boden, Graf Ludwigs Verlorne Güter, sammt ihrer jähr-lichen Nutzung, auf 40,000. Gulden werth, und daneben derSchaden an fahrender Habe, Ausständen, Gült, Brand undVerwüstung des Seinen, auf 30,000 Gulden sich belaufe,