Druckschrift 
Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
Seite
251
Einzelbild herunterladen
 

26 l

Mann zu Roß lind 9 Mann zu Fuß Auch ward in derauf dein erwähnten Reichstag zu Worms 152I gemachten An-ordnung der zehn Reichökreise, das Haus Löwcnstein, unterder Benennung "Grafen zu Leuwenstcin" dem SchwäbischenKreis als KrciSstand zugetheilt ").

Dessen ungeachtet konnten Graf Ludwig und seine Nach-kommen zu andauerndem Fortgenuß der wegen der GrafschaftLöwcnstein ihnen bestimmten Reichöstandschaft nicht gelangen,weil die Grafschaft gewaltsam unter Wirtembergische Landes-hoheit gezogen (cximirt) ward. Es hatte nämlich Kaiser Maxi-milian I. den Kurfürsten Philipp den Aufrichtigen darum, weiler feinem Sohn Ruprecht, und nach Ruprechts frühzeitigemAbleben dessen unmündigem Sohn Otto Heinrich, in demBeyerifch-Landshutischen SuccessionsKrieg über den Territorial-Nachlaß Georgs des Reichen Herzogs in Banern, RuprechtsSchwiegervaters, Kriegshülfe geleistet, 1504 in die Rcichsachlerklärt, und die Vollziehung derselben dein Herzog Ulrich vonWirtcmberg aufgetragen. Dieser eroberte verschiedene kurpfäl-zische Landesthetle, und auch die Grafschaft Löwenstein, weilGraf Ludwig in jener Fehde für den Kurfürsten mitgekämpftharte. Diese Eroberungen eignete der Kaiser dem Herzog zu;die kaiserliche Urkunde spricht: „zu einiger Ergötzlichkeir undWiderlegung der merklichen Kosten und Darlegung".

Zwar erklärte der römische König Maximilian I. in einerzu Cöln am 24. Juli 1505 zu dem Ende ausgefertigten Ur-

1) Gcrstlacher, Handbuch der teutschen Rcichsgesche, Th. VI,S. richtiger als in der augcf. Neuen Samml. :c., Th. II,S. 22t> u. '.'26i wo auch S. 226 statt Graf Ulrich von Regen-stci'u (wie S, 220), durch Versehen Gras Ulrich von Löwcn-stein steht.

2) Die angef. Neue Sammlung >'c., Th. II, S. 212.