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Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
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ausgezeichner '), konnte Ludwig, nunmehr vorgerückt in dasfünf - und zwanzigste Lebensjahr, gerechten Anspruch machen aufdie Hand einer auserlesenen Tochter vom Herren-- oder hohenAdelstande.

Doch, um standesgemäß mit Familie leben zu können,bedürfte er einer reichlicheren und ansehnlicheren Ausstattungals jene mit der nichtreichsständischen Herrschaft Scharfeneckund etlichen unbedeutenden Vurglehen, welche der ihm vondem Bater urkundlich bestimmten, aber von Kurfürst Philippentzogenen Territorial-- und übrigen Versorgung weit nicht gleichkam. Harre doch vor sieben und dreißig Jahren schon, desBarers Großmuth dessen eigene durch Erbrecht wohlerworbeneLandesporrion, das mütterliche Erbe sogar, dem Kurfürsten-tbuin hingegeben, hatte doch seitdem dessen thatkräftiger Geistund starker Arm Kurpfalz sehr bedeutend vergrößert und ver-bessert (Z. 17 und 18), und der Sohn sollte darben!

Elisabeth von Monrforr, ehrsam und tugendhaft imLiebreiz der Jugend, aus einein der ältesten und angesehenstenreichSständisch-gräflichen Häuser, zog Ludwigs Augen auf sich,die Zuneigung war gegenseitig, und zu dem ehelichen Bundeder Herzen fehlte nur des gräflichen Barers Wille. Es be-greift sich, daß ein so angesehener Herr, wie der reichsstän-dische Graf Haug (Hugo) von Momfort, Stammhaupt derälteren oder Temanger Hauptlinie seines Hauses, abstammendaus einem urgräflichcn Geschlecht, dessen Srammreihe bis andas zwölfte Jahrhundert urkundlich sich nachweisen läßt, vor-her sich vergewissern wollte, von welcher unbestrittenen Her-

5) Bei dem grosse» Festmahl auf dem Turnier zu Stuttgart 1484,erhielt Ludwig seinen Platz sogar au dem erste» vo» drei Tischen,welche ausschliessend sur Personen vom Herren- oder hohen Adel-staude bestimmt waren. Man sehe eine Note zu Z. 7S.

Klüver's histor. Avhiuidlmig. 16