476
Morfiheim Ritter, und Philipp Stormcn, Canzleischreiber.Dieser Vorgang ist prorocollirt in einein, in asten pergamen-tenen Umschlag gehefteten, Band vidimirter Judicial-CommissionsActen, des zu Speier bestandenen Com-promißGe richts, in Sachen Löwenstein wider Kurpfalz,aus den Jahren 1516 bis 1512 ^), welcher jetzt in demgemeinschaftlichen Archiv der beiden Hauprlinien des HausesLöwenstein-Wertheim in der alten Burg zu Wertheim aufbe-wahrt wird, und zwar nicht unrer Löwensteinischen Acten,sondern unter solchen, die von den im Jahr 1566 ausgestor-benen Grafen von Werrheim herrühren, von welchen GrafMichael Obmann des oben genannten ComprvmißGerich-tes war.
Eine Abschrift von diesem Original ward, nachdem das-selbe von kurpfälzischer Seite zu Speier im Jahr 1511 alsrichtig recognoscirt worden, zu den genannten Acren genom-men. Sie befindet sich in dem so eben erwähnten Band vi-dimirter JudicialCommifsionsActen, Fol. 85.
Das andere oder kurpfälzische Original, befand sichin dem kurpfälzischen Archiv noch in den Jahren 1727 und1733. In jenein Jahr ward eine nach demselben gefertigteAbschrift, beglaubigt zu Mannheim am 15. Februar 1727durch den kurfürstlichen Archivar Lothar DominicusLudovici, auf Befehl des Kurfürsten Carl Philipp demFürstlichen Hause Löwenstein-Wertheim mitgetheilt, in dessen
1) War 1506 knrpfälzischer Großhofmeister. Widder, Beschrei-bung der kurfürstl, Pfalz am Rheine, Th. I, S. 44.
2) Ungeachtet des Vergleichs von 1507, (ZZ. 45 »nd 69,) kames doch zu neuen Streitigkeiten, zwischen dem GrafenLudwig von Löwenstein und dem Kurfürsten Ludwig V,,dem Sohn und Rcgierungsnachfolger Philipps, wegen einer Ent-schädignngsforderung des ersten. Davon unten M 70 u. 71.