476
Besitz sich dieselbe noch jetzt befindet. Eine andere Abschrift vondiesem Original sendete der genannte Kurfürst den, Herzog zuPfalz-Sulzbach, mir eiuen, aus Schwetzingcn bannen Schrei-ben vom 2l. Mai 1733 '), worin derselbe unter Anderemauch diese Urkuude als Beweis anführt, daß Graf Ludwigehelicher Sohn des Kurfürsten Friedrich des Siegreichensey. Seine Worte sind: „Andern Theils in denen nach"Churfürstens lliiclerici Viatviiosi Todesfall im Jabr (488„zwischen Ludwigen von Bayern und einer Gräfin von Mont-„fort mit Zuthuung Churfürsten 1'lnIiP^i ln^euui geschlosse-„nen EheBercdung (wovon gleichfalls eine Copey hieneben-„gehet) von jetzt hochgedachten Churfürsten besagter Pfaltz-„graf Ludwig ein Ehelicher Sohn Churfürstens bä-iste-„I'ici Vietoi'ivsi benainset wird". Bemcrkenöwerrh ist, daßKurfürst Carl Philipp keinen Anstand nimmt, hier den SohnFriedrichs des Siegreichen sofort mit dem Titel „Pfalgraf"zu bezeichnen; ohne Zweifel wegen dessen von Ihm (demKurfürsten, auf den Grund der von ihm angeführten Be-weise) anerkannter ehelichen Abstammung aus dem pfalzgräf-lichen Hause.
Eine nach dem Monrforrischen Original vidimirte Abschrift,wird noch jetzt aufbewahrt in den, Fürstlichen Löwenstein-Wertheim-Rosenbergischcn Archiv zu Werthem,. Sie ist be-glaubigt im Jahr 17Z6, durch einen kaiserlichen Notar,den Advocatcn Gottfried Zürn zu Lindau, nach einen, Ori-ginal, welches den,selben aus den, gräflichen Mo nt fort lo-schen Archi v zu Ternang, von den, damaligen MvnfornschenOberamtmann, Anroni Christoph Zimmermann, vorgelegt ward.Dieses Archiv kam mir Tetnang 1780 in ostreichischen, >800in königlich-baierischen, 1810 in königlich-wirke»,bergischen
t) Es steht in der angef. "Widerlegung" :c., S. ,6t.