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nicht sey geschlossen worden. Solche Aeusserung eines so ge-schichtkundigcn und im Staatsdienst so hoch gestellten Bemmen,begründet die Vermuthung, daß damals weder bei dem, wiebekannt, von hausgeschichtlichem und wissenschaftlichem Strebenerfüllten Kurfürsten Carl Ludwig, noch am kurpfäizischrn Hofe,noch unter der pfalzgräflichen Dienerschaft glaubhafte Kundschaftvom Gegentheil bestanden habe. In so fern hat Hachenberg'sBericht wenigstens bedeutenden negativen Werth.
Reiger, lange Zeit Protonotar (Geheimschreiber) desKurfürsten Carl Ludwig von der Pfalz, folglich in der Lage,die Geschichte Friedrichs des Siegreichen aus archivalischenQuellen zu erforschen, erklärt dieses Kurfürsten Söhne für„ehelich gezeugte" ').
Damit stimmt überein der mit Recht sehr geschätzte Ge-schichtforscher Joannis, Pfalz-Zweibrückischer Professor derGeschichte, mit folgenden Worten: „Es ist auch allerdingsso, daß er (Kurfürst Friedrich) seine beiden Söhne, Friedcrichund Ludwig, die er mit Clara von Dettingen, oder wie sieandere nennen, Dettin, ehelich erzeugt, wie Reiger bier selbst(worüber sich noch zu verwundern) zugestehet; da andere Scri-benten, und unter solchen Hachenberg, es in Zweifel ziehen;
1) So Johann Paul Reiger, in seiner Druckschrift: I.nma IrI<'M<naIiso.xsüneta ole. «ivo Die ausgelöschte Chnr-Pfaltz-Simmcrische Sianims-Linie, mittelst weiland beyder in den jähre» 1680 und folgenden1685-sten Dnrchl. Churfürsten zu Pfalz. Gedruckt s Schafhansen)in der Ostcrmcssc an. 1693. 12. Zweite Anst. Sar-Lonis !732.8. Dritte Anst. Franks. 1735. 8-, die beiden letzten Ausgabenmit Anmerkungen oon G. C. Joannis. Die oben im Text an-geführte Stelle steht S. l4 der dritten Auflage. Man f. daoonJoannis, in dessen oben angef. pranstuio, >,.34. Reiger ward1680 sogleich nach des Kurfürsten Carl Ludwig Tod, der knr-pfälzischcn Dienste entlassen: er starb zu Schafhansen am 6. Fe-bruar 1793.