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Domstiften, was er nicht erlangen konnte, ohne in den statu-remnäsigen Ahnenproben die eheliche Verbindung seiner Elternnachgewiesen zu haben, und auf seiner Grabschrift in derFranciseancrkirche zu Heidelberg ward er lilius des
Kurfürsten genannt. Das geschah noch bei Lebzeiten Friedrichsdes Siegreichen. Nach seinem Ableben, ward der SohnLudwig auf Turnieren als Turniergenoß angenommen; auchdas konnte nicht geschehen, ohne Nachweisung der ehelichenVerbindung seiner Eltern.
In dem Publicum hingegen pflanzte sich die Meinungeiner Nichtehe fort, welche gleich im Anfang der Verbindungdurch die Offenkundigkeit von Friedrichs CölibatVersprechenentstanden, und durch die Verschweigung sowohl der Erlassungdesselben durch Herzog Philipp, als auch des wahren Sach-verhältnisses unterhalten war. Zu keiner Zeit erfolgte öffentlicheine amtliche Anzeige, durch welche die Meinung des Publicumswäre berichtigt worden. Im Gegentheil es war pfälzischeHauspolitik geworden, das Publicum in Ungewißheit zu lassen,die Aufklärung aus archivalischen Duellen zu verhüten, unddie Meinung von einer Nichtehe zu unterhalten; daher wagtekein pfalzgräflicher Schriftsteller, welcher durch echte Duelleneingeweiht war, derselben zu widersprechen. So erhielt sichdie Sage von einer Nichtehe, sie ging als Tradition über indie Berichte der Geschichtschreiber und in die Schriften derRechtögelehrten, die stets nur einer dem andern nachschrieben.Der Abt Tritheim sogar, der bei seiner engen Verbindungmir Kurpfalz «ch. 3l) den, wahren Sachvcrhältniß früherschon auf die Spur gekommen seyn mochte, wagte erst nach-dem er von pfälzgräflichen Verhältnissen frei geworden, erstwährend seines Wohnsitzes zu Wirzburg und nach des Kur-fürsten Philipps Tod, in der Fortsetzung seiner Annalen desKlosters Hirsau, von einer zwischen Friedrich und Clara be-standenen ehelichen Verbindung, doch nur als von Hörensagen,Erwälmung zu machen. Dabei verschweigt er, daß der Sohn
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