Druckschrift 
Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
Seite
123
Einzelbild herunterladen
 

123

reich wurden sie deßhalb, schon vor Jahrhunderten, sprichwört-lich genannt les vruis InPitaux clo In nokilesse.

Ohne irgend einen Beweis melden Spittler und Pütterdie zwei Dompfründen zu Spcicr und Worms habe Friedrichdurch päpstliche Provision bekommen. Wäre dieser rechtlichnicht zu vermuthende Thatumstand richtig, so könnte eine IV<>-visin jwjmlis nrch'nariu nur dann, wenn die zu vergebendenDompfründen in einem der päpstlichen Monate wären erledigtworden, eine extraorcllrmria aber nur dann Statt gehabthaben, wenn im damaligen Fall der Pabst vi )nris clnvo-lutii, is dazu ermächtigt gewesen wäre. Aber in beiden Fäl-len hätte die Provision anders nicht als canonisch geschehenkönnen, das heißt unter Anderem, an eine ^ersviia "iclouo.-i" I.Die Jdoneität der Person war aber bestimmt nicht nur durchdas canomsche Recht, z. B. eheliche Geburt I, sondern auchdurch das /'jus jmrticulure ecelpsiae, veluti I-Utioiwolii-1it!>tis"J, also im vorliegenden Fall durch die Statuten derDomstifte zu Worms und zu Speier, welche eme Ahnenprobe

heil. rom. Reichs Kurfürsten, von Vater- und Mutterseite ausrechtmasigen Ehen bis zu den Urgrofeltern, preuvos pr»avia8-<pie (also acht Ahnen) hinauf, von Fürsten und Fürstinnen ab-stamme. Das Schreiben liefert )oann!5, in seinem Vastularnmüleraruinijue velerinn 8pieilegium f ?rane»5. 8.), p. ZrZ.

t) Spittler, a. a. O., S. 395. Pütter, über Mißheirathenteutscher Fürsten u. Grafen, S. 64.

2) (3. I,. 1Ioe!>inei, prine. furis can. Z. ^.78 ei ZZ7.

3) Oap. r. ei liii, X. üe bliis ^resü^terornm orstiinnictis vel n«n.

t. üe bliis presbvter. in VI. Va» Üispen, fu8 eeele-5m5t. ni>ivei8>u», I'. II. 8eci. 1. t!t. ro. 0. 3. ZZ. g ei ro. p.>n. 620.

4) Worte G. L. Bohmer's, a. a. O., Z. 479, verglichen mits. 438.