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„ein duine Herrn pfrunde in dem Stieffr zu Spire uberko-nicn". Und die Grabschrift in der vormaligen Franciscaner-Kirche zu Heidelberg, wo Friedrich nach seinem am 16. Ok-tober 1474 erfolgten Ableben begraben ward, titulirt ihn„ koelesmi'uin ^Vovmatiensis et L^ziieiisis Lairoirious „»
Der Aufnahme in den Domstiften zu Speier und zuWorins mußte eine Ahnenprobe vorausgehen, wovon wederder Kaiser noch der Papst '), am wenigsten der Bischof, dis-penfiren konnte. Die Nothwendigkeit einer vierschildigenAhnenprobe bei dem Domstift zu Spei er, ward anerkanntvon Kaiser Carl IV. in einem diesem Stift ertheilten Privi-legium von 1362, worin der Kaiser Zusage gibt, daß ohnesolche Ahnenprobe dasselbe einen kaiserlichen Precistcn anzuneh-men nicht schuldig seyn soll H. Bei dem Domcapitel zuWorms ward schon in dem Mittelalter,, zur Aufnahine indasselbe durchgehcnds der Beweis sechzehn adclicher Ah-nen erfordert. Zwei Päpste, Martin V. und Nicolaus V.,genehmigten nicht nur in Urkunden von 1426 und 1456,dieses alte Herkommen, sondern sie fügten auch das Privile-gium hinzu, daß die Domcapitularen nicht gezwungen werden
1) Moser, teutsches Staatsrecht, Th. XI, S. 336.
2) "Daß Propst, Dechant und Capitul des Thnmb-Stiffts Speyrnicht schuldig seyn sollen, einige Person die ^nimm-ins preoes anffdem Stifft Speyr von ihme (dem Kaiser) und seinen Nachkom-men ausgebracht und nicht von ihren vier Ahnen Gut Edel undWappens-Genoß zu Schilt geboren wäre, zum Thnmb-Herrnanff- und anzunehmen". Älpler -W LI>r<znd,iLl>, oAmolagn,personmum illnsttnnm, cap. V. Z. 44- p- rag. Alle und jededem Hochstist Speier von römischen Kaisern verliehenen Privile-gien, Gnaden und Freiheiten, wurden feierlich bestätigt, 1366von Kaiser Carl IV-, 1463 und 1471 von Kaiser Friedrich III.Die Bestätignngsnrknnden stehen in Lünig's Zpicileoinm eeele--mist., Oonm>. II si. 888 , und in dessen Reichs-Archiv, ?mi.spee., Cvntin. I. Fortsetz. 3, S. 263 n. 271.