„aus einen: reichsfreicn unmittelbaren reichsadelichen Geschlechtentsprossen sey
Allein nicht blos die Gleichheit, auch die Aehnlichkeitder Zunamen begründet oft für die Familiengemeinschaft eineWahrscheinlichkeit, deren Grade nach den Umstanden des Falleszu bestimmen sind; besonders in dein Mittelalter, wo man esmir der Sprech- und Schreibart der Geschlechtnamen nicht sogenau zu nehmen pflegte, wie heur zu Tage.
Die Ritterbürtigcn pon Rieden heisscn in bayerischen undpommerischcn Urkunden des 13. und 13. Jahrhunderts, Ried,Riden, Ridiggen und Ricdingen I. In Bayern blühte imzwölften Jahrhundert ein (wie das bei ihm gebrauchte Prädicatncllnlis bewährt) DynastenGeschlechr, dessen Name in Ur-kunden sehr verschieden geschrieben wird, nämlich Slibingen,Slibign, Slipphingen, Sliwingen, Störungen und Sluvin-gen I. Die rittermäsige Familie von Gcusau heißt in Ur-kunden auch Gcussau, Güsau, Geussa, Geuß, Geusen ^).Das vormals reichsumnittelbare Geschlecht von Trümbach heißtin Urkunden des Mittelalters auch Truembach, Trübenbach,Trubenbach, Trubcnbeche und Drumbach I. Die vormalsreichsunmittelbare (seit 1726 gräfliche) Familie Schlitz ge-nannt von Görtz, führt in Urkunden des 12. bis 15. Jahr-hunderts die Namen, Slirese, Slitz und Schlitz ^). Die heu-
1) Alonurnent.i IZoiea, T. IX. ji. sttZ. 44g. 474. 1^. v. Viößsr,Ecxl. ttoineian. lli^Iom., T. I. ^>. 346.
2) Alcmnmentli Loica, T. I. 363. 1?. XII. ^>. -oo.
.3) Val. König, genealog. Adelshisterie, Th. I, S. 417.
4) duüenns, Lo<1. üiplom., 1. V. ^>. 338. 8cliannat clien-t<zl.i ?ul<1onsis, ^>. 278. 34>. 473. Jvh. Klüber, in (G. F.Albrecht's) Neuem genealog. Handbuch des Adels, ans das I.1778, Th. I, S. 213.
5) 8ebanIIaI, I. e., si. i3g. 333. i3s). Ebendesselben kiuebv-