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rirrermäsigen oder adolichm Geschlechter das „von" führen,und dasselbe bei nichtritrcrmäsigcn verhältnißmäsig nicht oftvorkommt, so begründet es da, wo es üblich ist, im Zweifeleinige Wahrscheinlichkeit für die Ritrermäsigkeit des Geschlechtes»,
In dein Teutschen Reich bestand zu keiner Zeit einReichsgesetz oder ein Reichsherkommen, welches die Führungdes Vorwortes „von" vor dem Geschlechtnamen, für einVorrecht der Rittermäsigen oder des niedern Adels, oder fürein Merkmal der Ritterbürtigkeir oder des Adelstandes erklärt hätte.
Auch war es seit der Mitte des eilften Jahrhunderts,wo die Mode begann Zunamen als Familiennamen zu führen,bis auf den heutigen Tag Narionalsittc, daß nicht bloß Ritter-mäsige oder Personen vom heutigen niedern Adel, sondernauch viele Nichtritrermäfigc I, nicht bloß vom Bürgerstande,sondern auch vom Bauerstande, selbst von hörigem oder un-
86t ff. Ebendeß. Anmerkungen über das Staats- u. Kirchen-recht, Z. 596 ff. Ebondcß. bürgert. Rechtsgelehrsamkeit derTeutschen, Bd. I, H. 199; Bd. Ill, Z. tgg, S. 202. Eben-deß. Anleit. zur Ahuenprobe, Z. 94 ff., S. 42? ff. C. F.Pauli, Eiuleit. i» die Kenntniß des deutschen Adels, S. 42.Moser, teutsches Staatsrccht, Th. 19, S. 32.
1) Der ReichskammcrgerichtsAssessor V. K. äs (äuäs nu8 (v. Guden),in seiner 8vlIe >NS I. varivrum OsslomaMriorunr SIS. slttlinsos. t^z3.8.), in der Vorrede S. 15, schreibt: "ttss^sctu ignobillnin in>8-
suutur srronea prassu^^osita, et »sculä srrores: vt^iote >;uivel !> Ivco uatiuitatis, vel ab aeäibus, <;uas iuliabitaruut, aut^rluuiin !» si8 !>8^,exere luoem, siäcsns 8as;il88ims) nomlna äsr!»!>-ruut 8ua; iuäv<;ue äs 8S ssribenteg läsaiu leetorl, nsssio iterumi^uain, i»->erunt äs slara all^ua Stiels rs i^8a ciuisas as ^le-Izslae svu>!n!»u!8 Iioniius8; aäeoc^us aä Iiumäiors8 saneellox re-lereuä!". Auch s. man (I. C. W. von Steck) Von dem Ge-schlechtsadcl u. der Erneuernug des Adels (Leipz. 1788. 8.),S. 53. (S. M. E. von Schliessen) Nachricht von einigenHausern des Geschlechts der von Schliessen oder Schließen (Cassel1784. 4.), S. löl.