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von Nodingen, von Fronhorsten, von Exterdcn, von Pflug(deren altadeliche Familie das Vorwort "von" nicht zuführenpflegte), von Wangenheim (zwei) von Buttlar. Unter denblossen "Jungfern" kommt auch vor "Fräulein" MariaCatbarina von Herberstein, welche wahrscheinlich verheurathctwar und darum Fräulein (das Diminutiv von Frau I, wieFrauchen) benannt.
In der Vorzeit wurden die heutigen Hofdamen vielfältigauch mit Titeln bezeichnet, die heut zu Tage noch niedrigerklingen als die Wörter Hof- oder Kanunerjungfrau; mannannte sie auch "Mägde, Kammermägde, Leibmägde" ").
Sonach kam man, um die Mitte des fünfzehnten Jahr-hunderts, unter einer zu München, am herzoglich-bayerischenHofe angestellten "Hoffejungfrauwe" anders nichts ver-stehen, als eine in dem weiblichen Hofstaat der herzoglichenGemahlin angestellte Jungfrau von Ritrerarr, heut zuTage (adeliche) Hofdame betitelt; keineswegs aber eine nichtritterbürtige Kammerjungfer, Kammerfrau oder Kammcrdienerin,und weniger noch eine Garderobedienerin oder ein Garderobe-mädchen, dem noch im I. (788 am Hofe zu München derTitel "Kammermenfch" beigelegt ward H. Wäre Clara nicht
1) Adelung, Wörterbuch der hochdeutschen Mundart, Art. ,»Fräu-lein
2) F. C. v. Moser a. a. O., S. 158.
3) In dem Jahr 1788 waren zn München angestellt, ausser denadclichen Kammcrfräulen " und "Hofdamen", in dem Hofstaatder regierenden Knrfürstin, 2 Kammerfrauen, worunter 1 Ade-liche, 5 "Kammerdicnerinnen", worunter 2 Adelichc, 1 nicht-adeliche "Garde-Dame", 1 Garderoben» und 2 "Kammer-menscher"; in dem Hofstaat der verwitweten Knrfürstin, 4 Kammer-dienerinuen, worunter 3 Adeliche, 1 Kammermensch. 1 Leibwäsch-meisterin, 1 Spitzkröserin, 1 Gardsrobedienerin, 1 Leibnäderin;in dem Hofstaat der verwitweten Herzogin in Bayern, 4 Kam-