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Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
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zumal in Verbindung mit den übrigen, unten ( Z. 3(l ff.) an-geführten Beweisgründen, für Clara's Ritterbürtigkeit oderheutigen Adelstand.

In dem Zeitalter Friedrichs des Siegreichen, und nochweit später, waren viele der heutigen Hoftirel noch nicht üblich.Noch kannte man damals nicht die Titel: Hofcavalier, Hof-junker, Kammerjunker, Page, Pagcnhofmeister, Hofdame,Kammerfräulein, Ehrendame, Palastdame, Schlüsseldameu. d. in. Die Hvflcutc, welche jetzt mit diesen Titelnbezeichnet werden, führten damals andere Titel. Bub H,Jung oder Junger (später Junker) hieß ein heuriger Pageoder Edelknabe, Bubenzuchtmelfter ") der heutige Pagen-hofmeister; Knecht oder Edelknecht, Knap oder Knape(Knabe), überhaupt ein erwachsener Ritterbürtiger ohne Rit-terwürdc H, insbesondere am Hof des Fürsten ein heutigerHofcavalier oder Hofjunkcr; eheliche Hausfrau nanntenReichsfürsten und reichsständische Grafen in Urkunden ihreGemahlin H, ihnen ebenbürtig oder standesgleich gebohrcn.

1) In seinem Testament von 1562 bedenkt Landgraf Philipp derGroßmüthige von Hessen mit einem Legat, seinen (ritterbürtigcn)Bnbcn Hans Scheuerschloß, weil dessen Vater öfters sein Lebenbei Ihm im Felde gewagt habe. Lünig, Reichsarchiv, Th. IX,S. 776. Häberlin, neueste teutsche Rcichsgeschichte, Bd. VII,S. 43t. Götz von Berlichingen (f 1562) meldet in seinerLebensbeschreibung (Nürnb. t73t. 8.), S. 7 u. 12, saß er mitdem Ritter Conrad von Berlichingen drei Jahre lang für einen»Buben" sey gebraucht worden, und daß er allenthalben mitdemselben "als ein Bub und Junger habe mitreiten müssen".

2) Götz von Berlichingen, a. a. O., S. 15. Auch ein ,-Edel-knabenbratcnmcister" war noch im I. 1783 am kurfürstlichenHose zu München angestellt, laut des damaligen Hof- und Staats-kalenders, S. 77.

3) Klüber's Anmerkung in seiner Uebersetzung von de la Curnede Sainte-Palayc, das Ritterwcsen des Mitrelaltcrs, Bd. I,S. 5, und ebendaselbst, S. 182 f.

4) Urkunden von 1452, in Kremer's Geschichte deS Kurs. Friedrichsdes Siegreichen, Urknndcnbnch, S. 50.

Klüber's histor. Abhandlung. 7