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Kostbarkeit der Siegel, wie eine Art von Kleinod betrachtetward. Daher nahmen nachgebohrne Herren aus regierendenHäusern, angeschene Ritter und andere Rittermäsige, auchvornehme Damen, zuweilen sogar regierende Fürsten undReichsgrafen keinen Anstand, zu Besiegelung von Urkunden sicheines fremden Siegels zu bedienen, und als Ursache hievvnin der Urkunde das Bekenntniß abzulegen, mit den Formeln:"^uia sigiUo caroo", oder// l^uiu ^ropiiiim
luin n»n oder //aellauc! ncur Iralrao//, oder //Gc-
brekes halven meines eigenen Jngcsegels//
§. 29.
>1) Anstellung zu München als Hofjungfrau.
Der gleichzeitige Geschichtschreiber Matthias Kemnat be-richtet, Clara sey vor ihrer Verbindung mit Friedrich demSiegreichen, am Hofe zu München als Hofjungfrau angestelltgewesen. Er nennt sie H //ein Jungsrauwe Clara genant vonAugsburg geborn die ein Hoffejung fr auwe zu Mönchen wasgewesenDie Verleihung eines Hafaimes solcher Art spricht,
1) P. W. Gercken, Anmerkungen über die Siegel, Th. I, S. 133 ff.;Th. II, Vorrede, S. IV ff. I. P. Lang, diplomatische Blu-menlese, Num. 62; in Mensel's Geschichtforscher, Bd. III,S. 213. Meine Juristische Bibliothek, Bd. I (Erl. 1785.),S. 292. Sainte-Palaye, das Ritterwesen des Mittelalters,meine Anmerkungen daselbst, Bd. I, S. 113 n. Bd. II, S. 171 ff.Deutsches Museum (Leipz. 1782-1, S. 139 ff. st. II. stun»,Inzlnriu unti^nissiinu Loniilutns Henllieiniensis fllannne. /f.),in Oock. clipl. p. 62. sc^. tstullerer, olem. urlis clipi., Z. 3aZ.Alax. Onn liier, stiss. j»8 siAillnruin meckü aev!, ex Inrinnli8Spin UAisticis proprii si^ilii uizsenlium vel ckekeelniu inclicnntilliiXiilustratnm. Dresüue fl -ipsiaes l8l3. ch.
2) In seiner noch »»gedruckten Geschichte des Kurfürsten Friedrichs I.,S. 296 , nach der von Kremer, S. 527, Note 5, angeführtenHandschrift.