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Auch gestchen haben wir, wie Friedrich der Retter ward dcSLandes und seiner Familie nicht nur, sondern auch der Teut-schen Nation, wie Er ein volles Vierteljahrhundert lang,unter den schwierigsten Umständen ruhmvoll und segenreichdie Regierung führte, wie Er das Land durch neue Erwer-bungen bedeutend vergrößerte und in aller Hinsicht verbesserte,wie Er um ein so grosses und schönes Ziel zu erreichen, keinpersonliches Opfer scheute, wie oft er der nahen Todesgefahrtrotzte, in dem Schlachtengetümmel vor und in den Reihenseiner Heldenscharen, wie in den Reihen seines Geschlechtsund unter den Fürsten seiner Zeit, als Einziger stehend, wieEr mit der seltensten Hingebung und Uneigennützigkeit seinePersönlichkeit und sein ganzes Besitzthum, ererbtes und selbsterworbenes, auf den Altar des Vaterlandes und des Regen-tenhauses legre, wie Er durch solche unsterbliche Verdienste,glänzend auf immer in den Jahrbüchern der Geschichte, sichdie gerechtesten Ansprüche erwarb auf den Dank nicht nurseines Geschlechts noch in der spätesten Fortzeugung, sondernauch der Staatsgenossen jeder Zeit unter dem Zepter desHauses Wittelsbach.
Als im Nothdrang der Gefahren, auf das ernste Gebotder Haus- und Landesinreressen, die wie zu einem allgemeinenLandtag versammelten Vertreter derselben, im Verein mit derkurfürstlichen Witwe, den Pfalzgrafen Friedrich eifrig bittendden Antrag machten, die Landesregierung nebst der Kurwürdein eigenem Namen zu übernehmen, glaubten sie das allge-meine Landes- und Familienwohl mit der strengen Gerechtigkeitgegen den unmündigen Philipp, den gesetzmästgen Regierungs-nachfolger ihres verewigten Kurfürsten Ludwigs IV., aus-gleichen zu müssen. Mit ihrem Antrag verbanden sie, unterAnderem, das Ansinnen, daß Friedrich zwar auf lebenslangdie Regierung in eigenem Namen führe, aber in eheloscmStande bleibe, so lang sein Neffe Philipp und fürftmann-liche Nachkommenschaft desselben am Leben seyn werde. (Z. 6).